Definition: Bottom-up-Methoden

Regionalkonten und -indikatoren

Bei der Bottom-up-Methode zur Schätzung einer regionalen Gesamtgröße werden Daten auf der Ebene der örtlichen FE erhoben und dann regionalhierarchisch "von unten nach oben" addiert, bis man den regionalen Wert der Gesamtgröße ermittelt hat. Dieses Verfahren wird als Bottom-up-Methode bezeichnet, da die Einzeldaten zur Berechnung der Gesamtgröße direkt auf der Ebene der örtlichen FE erhoben worden sind.
Sind Angaben über örtliche FE nicht verfügbar, kann ein Pseudo-Bottom-up-Ansatz verwendet werden. In diesem Fall können Angaben über die örtliche FE mit Hilfe eines der in Ziffer 3.2 beschriebenen Verfahren anhand von Daten über das Unternehmen, die FE oder die örtliche Einheit geschätzt werden. Die Schätzwerte können dann wie bei der reinen Bottom-up-Methode zu regionalen Gesamtwerten aggregiert werden. Viele Unternehmen haben nur eine örtliche FE, und diese Methode erfordert lediglich Schätzungen für multiregionale und heterogene Unternehmen.
Quelle:
Methodik der regionalen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen - Bruttowertschöpfung und Bruttoanlageinvestitionen nach Wirtschaftsbereichen, Ausgabe 1995, S.14, 15
Erstellt:
Letztes Update:

Suchbox

Suchen