Definition: Bilanzierungsverfahren

Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Es gibt verschiedene Ansätze, auf die bei der Bilanzierung zurückgegriffen werden kann. Sie reichen von der manuellen Anpassung über einfache Random Allocation Sampling (RAS)-Verfahren (Zuweisungs-Zufallsstichprobe) bis hin zu komplizierten mathematischen Verfahren für die Behandlung großer Matrizes. Die manuelle Anpassung stützt sich im Wesentlichen auf das implizite Urteilsvermögen des Verfassers, der einschätzt, welche konkrete Zeitreihe angepasst werden sollte und inwieweit. Die computergestützten Methoden verwenden in der Regel die Kleinstquadrateschätzung, die möglicherweise verschiedenen Bedingungen unterworfen ist. Die kompliziertere Methodik könnte die Genauigkeit der Variablen in Rechnung stellen und Korrelationen in den Anpassungsprozess aufnehmen (beispielsweise zwischen dem Erhalt von Dividenden und Zinsen und finanziellen Strömen). Zu den verschiedenen Methoden, die zur Bilanzierung eingesetzt werden, gehört in jüngster Zeit der im Vereinigten Königreich versuchsweise gewählte Ansatz vor der Verwendung jährlicher Input-Output-Tabellen. Ziel dieses Ansatzes ist der Ausgleich der Angaben zu Ausgaben und Einkommen einerseits mit den Finanzdaten andererseits auf der Grundlage bestimmter Bedingungen zu den Aggregaten.
Quelle:
Handbuch der vierteljährlichen volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen, Ausgabe 1999, Eurostat, S. 256
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