Definition: Lebenserwartung

Gesundheit

Eurostat berechnet die Lebenserwartung als die durchschnittliche Anzahl von Jahren, die eine Person eines bestimmten Alters unter den gegebenen altersspezifischen Sterblichkeitsverhältnissen (d. h. für den Untersuchungszeitraum beobachteten Ziffern) voraussichtlich noch zu leben hat. Die Lebenserwartung wird in Sterbetafeln dargestellt. Ihre Berechnung beruht auf der nach der Farr'schen Methode ermittelten Sterbewahrscheinlichkeit: qx = Mx / (Bx + (Mx/2)), wobei Mx die Anzahl der im Berichtszeitraum zwischen Alter x und x+1 Gestorbenen, Bx die durchschnittliche Anzahl der im Referenzzeitraum verzeichneten x-Jährigen (vor Erreichen von x+1) und qx die Sterbewahrscheinlichkeit zwischen Alter x und x+1 ist. Die Lebenserwartung wird normalerweise als die Anzahl der für eine Person ab dem Alter 0 zu erwartenden Lebensjahre (Lebenserwartung bei Geburt) ausgedrückt. Es kann jedoch auch ein anderes Alter als Ausgangspunkt dienen: Die Lebenserwartung für ein bestimmtes Alter ist die Anzahl der Jahre, die eine Person dieses Alters bei unveränderten Sterblichkeitsverhältnissen noch leben wird. Die Lebenserwartung wird normalerweise für alle Altersstufen sowie für Männer, Frauen und die Gesamtbevölkerung angegeben.
Quelle:
Eckzahlen für den Bereich Gesundheit 2000, Eurostat
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