Definition: Wirtschaftliche Bestandsgrößen

ESVG 1995

Wirtschaftliche Bestandsgrößen sind Wertaufbewahrungsmittel, an denen institutionelle Einheiten individuelle oder kollektive Eigentumsrechte haben und aus deren Besitz oder Nutzung während eines bestimmten Zeitraums die Eigentümer wirtschaftliche Vorteile erzielen können. 

Wirtschaftliche Vorteile sind Primäreinkommen (Betriebsüberschuß bei Eigennutzung oder Vermögenseinkommen bei Übertragung des Nutzungsrechts auf Dritte) aus der Nutzung des Vermögenswertes und der Betrag, der bei einer Veräußerung oder Auflösung des Vermögenswertes realisiert werden kann, einschließlich der Umbewertungsgewinne. 

In der Vermögensbilanz nicht erfaßt werden: 

a) Humanvermögen; 
b) Naturvermögen, das nicht zu den wirtschaftlichen Vermögenswerten zählt (z. B. Luft, offene Meere); 
c) Eventualforderungen, bei denen es sich nicht um finanzielle Aktiva handelt. 

Es werden drei Gruppen von Aktiva unterschieden: 

a) produzierte nichtfinanzielle Aktiva (produzierte Vermögensgüter); 
b) nichtproduzierte nichtfinanzielle Aktiva (nichtproduzierte Vermögensgüter); 
c) finanzielle Aktiva (Forderungen).
Quelle:
Eurostat, "Europäisches System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen - ESVG 1995", Amt für amtliche Veröffentlichungen der europäischen Gemeinschaften, Luxembourg, 1996
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