Definition: Quote für die Armutsgefährdung

Sozialstatistik

Die Quote für die Armutsgefährdung wird als Anteil von Personen mit einem verfügbaren Äquivalenzeinkommen unterhalb der Schwelle für die Armutsgefährdung gemessen. Die Schwelle wird mit 60% des verfügbaren nationalen medianen Äquivalenzeinkommens angesetzt. Das Äquivalenzeinkommen wird als Gesamteinkommen des Haushalts, geteilt durch seine "Äquivalenzgröße", definiert, um Größe und Zusammensetzung des Haushalts zu berücksichtigen, und wird jedem Haushaltsmitglied zugeordnet (das gesamte Haushaltseinkommen wird unter Zugrundelegung der so genannten "modifizierten OECD-Äquivalenzskala" durch dessen Äquivalenzgröße geteilt. In dieser Skala werden die Haushaltsmitglieder wie folgt gewogen: 1.0 für den ersten Erwachsenen, 0.5 für jedes weitere Haushaltsmitglied im Alter von 14 Jahren und darüber und weitere 0.3 für jedes Kind).

Beim Messen der Schnittstellen zwischen Beschäftigung und Armut tauchen eine Reihe konzeptioneller Schwierigkeiten auf, da die zur Beschreibung der Erwerbstätigkeit und der Armut verwendeten statistischen Einheiten und Berichtszeiträume üblicherweise voneinander abweichen. Während der Erwerbsstatus und die Einbindung in den Arbeitsmarkt normalerweise anhand des Individuums gemessen werden, finden bei der Messung der einschlägigen monetären Aspekte die Gesamteinkünfte der Haushalte, zu denen die Personen gehören, Berücksichtigung. Die beiden Messungen können entweder über die Äquivalenzgewichtung des Haushaltseinkommens, wodurch eine individuelle Herangehensweise an die Armutsgefährdung möglich wird, oder Messen der Einbindung in den Arbeitsmarkt auf Haushaltsebene durch Messen der Beschäftigungsintensität miteinander verknüpft werden.
Quelle:
Eurostat, Statistik kurz gefasst, Bevölkerung und soziale Bedingungen, 05/2005, Bevölkerung und Lebensbedingungen, Armutsgefährdung - Auf EU-Ebene gemeinsam vereinbarte neue Indikatoren
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