Definition: Gini-Koeffizient

Lebensbedingungen

Maß der (Einkommens-)Ungleichheit bzw. -konzentration. Der Gini-Koeffizient wird anhand der Lorenz-Kurve ermittelt, in der von den ärmsten Haushalten beginnend die kumulativen Bevölkerungsanteile im Verhältnis zum kumulativen Anteil des von ihnen erzielten Gesamteinkommens dargestellt sind. Der Gini-Koeffzient wird als die Fläche zwischen Lorenz-Kurve und 45°-Gerade als Teil der gesamten Dreiecksfläche definiert. Bei Gleichverteilung der Einkommen würde sich eine diagonal verlaufende 45°-Gerade („Linie der perfekten Gleichverteilung“) ergeben, wobei der Gini-Koeffizient gleich Null wäre. Das andere Extrem wäre, dass dann, wenn die reichsten Haushalte sämtliches Einkommen erhalten würden, die Lorenz-Kurve auf der Abszisse und bei 100 Prozent Einkommensanteil („Linie der perfekten Ungleichverteilung“) auf der Ordinate verlaufen würde, so dass man einen Gini-Koeffizienten von 100 erhalten würde. Eine Zunahme des Gini-Koeffizienten ist demnach Ausdruck für eine Zunahme der Ungleichverteilung.
Quelle:
Eurostat, “ Europäische Sozialstatistik Einkommen, Armut und soziale Ausgrenzung: Zweiter Bericht – Daten 1994-1997”, ( Ausgabe 2002), Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften, 2002, Luxemburg
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