Definition: Investitionsausgaben für Innovation

FuE - Oslo Handbuch

Investitionsausgaben für Innovation sind die jährlichen Bruttoaufwendungen für Sachanlagen, die für die TPP-Innovation des Unternehmens genutzt werden. Sie sollten für den Zeitraum, in dem sie getätigt wurden, in voller Höhe ausgewiesen und nicht als Abschreibungsposten verbucht werden. Sie umfassen Aufwendungen für Grund und Boden, Instrumente und Geräte und - gemäß dem überarbeiteten System of National Accounts (SNA) - Computerprogramme, die eine Komponente der immateriellen Investitionen sind und daher als Anlageinvestitionen angesehen werden.

Grund und Boden umfasst die Anschaffung von Grundstücken und Gebäuden für TPP-Innovationen einschließlich wesentlicher Verbesserungen, Veränderungen und Reparaturen.

Instrumente und Geräte umfassen wesentliche Instrumente und Geräte, die für den Einsatz bei TPP-Innovationen des Unternehmens angeschafft werden.

Computerprogramme im Sinne des SNA umfassen Rechnerprogramme, Programmbeschreibungen und Begleitmaterial zu System- und Anwendungssoftware für den Einsatz bei TPP-Innovationen des Unternehmens. Dazu zählen auch größere Ausgaben für erworbene oder selbst entwickelte Software für TPP-Innovationen sowie größere Ausgaben für Anschaffung, Entwicklung oder Ausbau von Datenbanken für den Einsatz bei TPP-Innovationen des Unternehmens, deren erwartete Nutzungsdauer ein Jahr übersteigt, und zwar unabhängig davon, ob sie vermarktet werden oder nicht.
Quelle:
Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Eurostat, "The measurement of scientific and technological activities: proposed guidelines for collecting and interpreting technological innovation data: Oslo manual)", Zweite Ausgabe, Paris, 1997
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