Definition: Vermögensübertragungs- und Kapitalbilanz

Zahlungsbilanzen, IMF

Die Vermögensübertragungs- und Kapitalbilanz ist eine der wichtigsten Teilbilanzen der Zahlungsbilanz.

Zu den Standardkomponenten der Zahlungsbilanz gehören die beiden folgenden wichtigsten Teilbilanzen:

- die Leistungsbilanz mit den Positionen Waren und Dienstleistungen, Einkommen und laufende Übertragungen;
- die Vermögensübertragungs- und Kapitalbilanz mit den Positionen i) Vermögensübertragungen und Erwerb/Veräußerung von nichtproduzierten Vermögensgütern und ii) Forderungen und Verbindlichkeiten. Die beiden Teilbilanzen der Vermögensübertragungs- und Kapitalbilanz sind:

- die Vermögensübertragungsbilanz und
- die Kapitalbilanz.

In der Vermögensübertragungsbilanz werden der Empfang und die Leistung von Vermögensübertragungen sowie der Erwerb und die Veräußerung von nichtproduzierten Vermögensgütern ausgewiesen. Die Kapitalbilanz enthält sämtliche Transaktionen, bei denen das Eigentum an den Forderungen und Verbindlichkeiten einer Volkswirtschaft gegenüber dem Ausland wechselt. Ein derartiger Eigentumswechsel beinhaltet die Schaffung und die Auflösung von Forderungen der oder gegenüber der übrigen Welt.
Quelle:
Internationaler Währungsfonds (IMF), "Zahlungsbilanzhandbuch", Fünfte Ausgabe, Washington D.C., 1993
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