Definition: Top-down-Methoden

Regionalkonten und -indikatoren

Bei der Top-down-Methode zur Schätzung einer regionalen Gesamtgröße wird eine nationale Gesamtgröße auf die einzelnen Regionen aufgeteilt, ohne dass man über die örtliche FE oder die örtliche Einheit geht. Zur Aufteilung der nationalen Gesamtgröße wird ein Indikator verwendet, der dem Merkmal, das geschätzt werden soll, möglichst nahe kommt. Zur Regionalisierung von Löhnen und Gehältern kann man z. B. die Arbeitnehmer, multipliziert mit dem aus einer anderen statistischen Quelle entnommenen Durchschnittsverdienst, heranziehen.
Dieses Verfahren wird als Top-down-Methode bezeichnet, da die Gesamtgröße einer Region und nicht einer örtlichen FE oder einer örtlichen Einheit zugeordnet wird. Um die korrekte regionale Zuordnung zu erhalten, muss man in den meisten Fällen dennoch auf Daten der örtlichen FE oder der örtlichen Einheit zurückgreifen.
Quelle:
Methodik der regionalen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen - Bruttowertschöpfung und Bruttoanlageinvestitionen nach Wirtschaftsbereichen, Ausgabe 1995, S.15
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