Definition: Sitz/Wohnsitz

Zahlungsbilanzen, IMF

Ihr Sitz/Wohnsitz ist für Zahlungsbilanzzwecke ein besonders wichtiges Merkmal einer institutionellen Einheit, denn die Ermittlung von Transaktionen zwischen Gebietsansässigen und Gebietsfremden ist die Grundlage des Zahlungsbilanzsystems. Der Sitz/Wohnsitz ist auch ein wichtiges Konzept des SNA, denn das Erfordernis der Gebietsansässigkeit der Produzenten dient der Abgrenzung der inländischen Produktion und wirkt sich auf die Messung des BIP und einer Vielzahl wichtiger Ströme aus. Das Konzept des Sitzes/Wohnsitzes basiert auf dem Schwerpunkt des wirtschaftlichen Interesses eines Transaktionspartners. Die auf politischer Ebene anerkannten Ländergrenzen sind nicht immer für wirtschaftliche Zwecke geeignet. Daher muss das Wirtschaftsgebiet eines Landes als das für das Konzept des Sitzes/Wohnsitzes relevante geographische Gebiet herangezogen werden. Eine institutionelle Einheit ist eine gebietsansässige Einheit eines Landes, wenn ein Schwerpunkt ihres wirtschaftlichen Interesses im Wirtschaftsgebiet dieses Landes liegt.
Quelle:
Internationaler Währungsfonds (IMF), "Zahlungsbilanzhandbuch", Fünfte Ausgabe, Washington D.C., 1993
Erstellt:
Letztes Update:

Suchbox

Suchen