Definition: Multivariate zweistufige Methoden

Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Voraussetzung für multivariate zweistufige Methoden ist, dass eine Reihe von vorläufigen Schätzungen für die Aggregate der Gesamtrechnung zur Verfügung stehen. Die Aggregate unterliegen einem Buchungszwang, dem die vorläufigen Zeitreihen nicht genügen (z. B. die vorläufigen Schätzungen für die Komponenten des BIP auf der Nachfrageseite ergeben nicht das BIP, dessen Schätzungen beispielsweise unter Zugrundelegung von Produktionsquellen erhalten wurden). Jede Zeitreihe genügt den zeitlichen Zwängen (wenn Jahresangaben erhältlich sind). Das Problem besteht dann in der Aufteilung - nach einem geeigneten Kriterium - der Diskrepanz zwischen vorläufigen Quartalswerten und dem erwarteten vierteljährlichen Buchungszwang (oftmals durch eine vierteljährliche Zeitreihe dargestellt). Wie im univariaten Fall erfolgt die Aufteilung dadurch, dass eine quadratische Verlustfunktion nach dem von Denton vorgeschlagenen Ansatz minimiert und auf den multivariaten Fall ausgedehnt wird (Einzelheiten siehe Anhang 11.A).
Quelle:
Handbuch der vierteljährlichen volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen, Ausgabe 1999, Eurostat, S. 258
Erstellt:
Letztes Update:

Suchbox

Suchen