Definition: Objekte heterogener Struktur

Bodenbedeckung/Bodennutzung

Es gibt drei Arten der Heterogenität beim Boden:

- Räumliche Heterogenität "durch Gegenüberstellung", die sehr stark vom Maßstab und den Beobachtungseinheiten abhängt. Statistiker wenden die Prorata-Regel an (im Fall von Mehrfachnutzungen und natürlichen Biotopen). Viele "Nomenklaturen" versuchen dieses Problem durch die Schaffung von Mischklassen zu lösen, die Legenden erforderlich machen, da sie gegen den Grundsatz der Vermeidung von Überschneidungen verstoßen.

- Räumliche Heterogenität in der dritten Dimension entsteht durch eine "Überlagerung" verschiedener Bedeckungen oder Nutzungen. Ungeachtet der bei der Beobachtung verwendeten Auflösung ist eine Regel für Entscheidungen zur Differenzierung mehrerer Bedeckungen oder Nutzungen in der dritten Dimension erforderlich. Eine höhere Auflösung wirkt sich bei der Beobachtung von Überlagerungen überhaupt nicht aus: Mischformen in der dritten Dimension sind daher unabhängig vom gewählten Maßstab. Statistiker wenden auch hier wieder die Prorata-Regel an (im Fall von Ackerbau in Kombination mit von Bäumen bedeckten Flächen). Manchmal werden spezifische Regeln, wie das Dominanzprinzip, verwendet: zum Beispiel vorherrschende städtische Nutzung.

- Zeitlich heterogene Bedeckungen oder Nutzungen sind vom Beobachtungszeitraum dt stark abhängig. Agrarstatistiker verwenden die Regel der Hauptkulturpflanze, die durch den größten wirtschaftlichen Wert bestimmt wird. Wenn diese Regel nicht anwendbar ist, wird anstatt dessen die Kulturpflanze gewählt, die am längsten auf der Parzelle verbleibt.
Quelle:
Eurostat, "Handbuch zu den Konzepten der Informationssysteme für Bodenbedeckung und -nutzung (Ausgabe 2000)", Amt für amtliche Veröffentlichungen der europäischen Gemeinschaften, Luxembourg, 2001
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