Definition: Kleinste lesbare Einheit

Bodenbedeckung/Bodennutzung

Die kleinste lesbare Einheit einer Karte ist die Größe einer Linie oder eines Polygons in einer Karte auf Papier, die gerade noch erkennbar ist. Eine schwarze Linie sollte 0,05 mm und eine farbige Linie 0,08-0,1 mm dick sein. Hinsichtlich der räumlichen Abmessungen sollten Polygone in einer Karte mindestens 0,3 mm breit und farbige Flächen mindestens 1 mm² groß sein. 

Dicke einer schwarzen Linie:   0,05 mm
Dicke einer farbigen Linie: 0,8 - 0,1 mm
Abstand zwischen Linien:   0,25 mm
Abmessungen von Polygonen:  0,3 mm
Abstand zwischen ausgefüllten Polygonen: 0,2 mm.

Je nach dem Maßstab der Karte entsprechen dieser Einheit unterschiedliche Flächen in der Realität: die kleinste darstellbare Fläche ist 1 m² (1 mm x 1 mm auf der Karte) bei einem Maßstab von 1:1.000 und 10.000 m² (1 ha) bei einem Maßstab von 1:100.000. Das bedeutet, dass die Präzision und Genauigkeit terrestrischer Messungen in Zentimeter verschwimmt, wenn sie im Maßstab 1:100.000 auf Papier dargestellt werden. Dabei entspricht 1 mm auf der Karte 100 Metern in der Realität. Dasselbe Konzept gilt bei Vermessungen vor Ort: eine Linie eines Blatt Papiers stellt je nach dem Maßstab der zu erstellenden Karte eine bestimmte Fläche dar. 
Manchmal wird die kleinste lesbare Einheit mit der "Kartierungseinheit" einer Karte verwechselt.
Quelle:
Eurostat, "Handbuch zu den Konzepten der Informationssysteme für Bodenbedeckung und -nutzung (Ausgabe 2000)", Amt für amtliche Veröffentlichungen der europäischen Gemeinschaften, Luxembourg, 2001
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