Definition: Konto der Verteilung sonstiger Primäreinkommen

ESVG 1995

Das Konto der Verteilung sonstiger Primäreinkommen dient dem Übergang vom Unternehmensgewinn auf das Primäreinkommen. Daher enthält dieses Konto die Bestandteile des Primäreinkommens, die im Unternehmensgewinnkonto nicht einbezogen werden:a) bei Kapitalgesellschaften: ausgeschüttete Dividenden und reinvestierte Gewinne aus ausländischen Direktinvestitionen (auf der Verwendungsseite);b) bei privaten Haushalten: 1) geleistete Vermögenseinkommen, insbesondere Zinsen auf Konsumentenschulden, jedoch nicht im Zusammenhang mit der Unternehmertätigkeit stehende Zins- und Pacht- sowie Entschädigungszahlungen für den Abbau von Bodenschätzen (auf der Verwendungsseite); 2) Arbeitnehmerentgelt (auf der Aufkommensseite); 3) empfangene Vermögenseinkommen, sofern diese nicht im Zusammenhang mit der Unternehmertätigkeit stehen (auf der Aufkommensseite):c) im Falle des Staates: 1) geleistete Vermögenseinkommen, sofern diese nicht im Zusammenhang mit marktbestimmten Tätigkeiten stehen (auf der Verwendungsseite); 2) Produktions- und Importabgaben abzüglich Subventionen (auf der Aufkommensseite); 3) empfangene Vermögenseinkommen, sofern diese nicht im Zusammenhang mit marktbestimmten Tätigkeiten stehen (auf der Aufkommensseite).
Quelle:
Eurostat, "Europäisches System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen - ESVG 1995", § 8.29 [II.1.2.2], Amt für amtliche Veröffentlichungen der europäischen Gemeinschaften, Luxembourg, 1996
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