Definition: Geographische Informationen

Bodenbedeckung/Bodennutzung

Geographische Informationen sind (GOODCHILD 1997):
· Informationen über Orte auf der Erdoberfläche,
· Wissen darüber, wo sich etwas befindet,
· Wissen darüber, was sich an einem gegebenen Ort befindet.
Geographische Informationen werden traditionellerweise in analoger Form in Karten auf Papier "gespeichert". Dieses Format weist mehrere Einschränkungen hinsichtlich der Präsentation und dem Inhalt der Informationen auf, die vom Maßstab, dem Grad der Generalisierung und dem Kartentyp abhängen. Heute werden geographische Informationen (Geoinformationen), wie viele andere Arten von Informationen, in computergestützten Systemen verwaltet.
Ideale geographische Objekte haben räumliche Grenzen und ein gut definierter Satz von Attributen, zum Beispiel Parzellen mit genauen und präzisen Grenzen, die vor Ort vermessen wurden, und Attributen, wie Eigentümer, tatsächliche und zulässige Nutzung, Grundbesteuerung usw., die einheitlich für das gesamte Objekt gelten.  
Punkte, Linien und Flächen bestimmen diese geographischen Objekte in einem definierten und absoluten geographischen Bezugssystem. Linien bestehen aus Punkten mit exakten Koordinaten im absoluten Bezugssystem, und Flächen (Polygone) setzen sich aus Linien zusammen. Die Angaben zur räumlichen Abgrenzung solcher geographischer Phänomene werden als geographische Daten bezeichnet. 
Analoge geographische Informationssysteme (= Karten) stellen diese Punkte, Linien und Flächen (Polygone) in einem festgelegten Maßstab auf einem Blatt Papier dar. Digitale geographische Informationssysteme (GIS) speichern die Koordinaten der geographischen Objekte aus der realen Welt in einem numerischen Format.
Quelle:
Eurostat, "Handbuch zu den Konzepten der Informationssysteme für Bodenbedeckung und -nutzung (Ausgabe 2000)", Amt für amtliche Veröffentlichungen der europäischen Gemeinschaften, Luxembourg, 2001
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