Definition: Geocodierung

Bodenbedeckung/Bodennutzung

Der Prozess, bei dem einem geographischen Merkmal ein Code (z. B. Name, Nummer) zugeordnet wird, wird als Geocodierung bezeichnet. 
In der STATISTIK werden die Begriffe "Geocodierung" und "Georeferenzierung" mit einer weiter gefassten Bedeutung verwendet und bezeichnen die Codierung bzw. Referenzierung einer statistischen Zahl auf eine regionale Bezugseinheit, meist eine statistische Gebietseinheit, z. B. einen statistischen Block, eine NUTS-Region (siehe "Regionale Bezugssysteme"). Der Flughafen von Lissabon ist als RC132 "Grande Lisboa" auf Ebene NUTS III geocodiert.
In einer Volkszählung können Daten für Beobachtungseinheiten - Personen - zur Adresse (sehr genau) oder zum statistischen Block (räumlich aggregiert) in Beziehung gesetzt (geocodiert) werden. Mit dieser Angabe ist noch keine Georeferenz im engeren Sinn - Zuordnung geographischer Koordinaten - gegeben, da die Daten in Tabellen mit den Adressen oder den Codes der Zählbezirke gespeichert sein können. Zur Georeferenzierung ist es für die geographischen Daten notwendig, dass für den Ort, der aus den Grenzen der Bezugseinheiten besteht, die geographischen Koordinaten angegeben werden (z. B. Grad, Minuten, Sekunden oder Meter in einem definierten Koordinatensystem). Die Georeferenz erlaubt den Aufbau der Topologie, d. h. der Nachbarschaftsbeziehungen zwischen den Bezugsregionen, was für bestimmte Arten räumlicher Analysen von entscheidender Bedeutung ist.
Quelle:
Eurostat, "Handbuch zu den Konzepten der Informationssysteme für Bodenbedeckung und -nutzung (Ausgabe 2000)", Amt für amtliche Veröffentlichungen der europäischen Gemeinschaften, Luxembourg, 2001
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