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25 Jahre Zoll am Flughafen München

2017-05-18 10:09:31

Der Münchner Flughafen feiert 25-jährigen Geburtstag. Seit einem Vierteljahrhundert ist auch der Zoll am Flughafen München präsent.

Mit dem Umzug ins Erdinger Moos am 17. Mai 1992 begann auch für den Münchner Zoll eine neue Ära. Die Flughafendienststelle wurde ein eigenständiges Hauptzollamt: Unter dem Namen Hauptzollamt München-Flughafen starteten rund 300 Zöllner am 17. Mai 1992 pünktlich um Mitternacht am neuen Dienstort. Die größte Herausforderung zur damaligen Zeit war die Ausstattung der Arbeitsplätze mit dem automatisierten Luftfracht-Abfertigungsverfahren (ALFA). Bis zum 25. Mai 1992 mussten außerdem am Riemer Flughafen noch alle Frachtlager "leer" geräumt werden.

Im Jahr 1993 markierten zwei grüne Streifen den Beginn einer neuen europäischen Epoche. Mit dem Start des Binnenmarkts wurden die Kofferlabels speziell gekennzeichnet, sodass für die Zöllner sofort erkennbar war, dass die Reisenden aus einem Land der europäischen Union einreisten. Der Münchner Flughafenzoll rüstet mit modernster Röntgentechnik auf. Das 300.000 DM teure, fahrbare Röntgenmobil wurde in Betrieb genommen.

Im Jahr 1994 dann ein etwas ungewöhnlicher Schmuggelfall: Ein Passagier der Maschine aus Französisch-Guyana (Südamerika) stand am Gepäckausgabeband, als ein Zöllner bemerkte, dass sich die Mütze des Urlaubers bewegte. Er forderte den Mann auf, sie abzunehmen. Ein kleines Äffchen - eine Handvoll groß - hüpfte aus der Kopfbedeckung. Der Mann hatte das Pinselohräffchen für rund 10 US-Dollar gekauft. Im selben Jahr wird die Reisefreimenge von 115 DM auf 350 DM erhöht. Im November 1994 reiste eine 32-jährige schwangere Kolumbianerin aus Rom kommend in München ein. Die Frau transportierte in ihrem Körper 600 Gramm Kokain.

1.828 seltene Kakteen, verteilt auf vier Koffer, beschlagnahmten die Zöllner 1995 bei zwei aus Mexiko einreisenden österreichischen Staatsbürgern. Alljährlich muss der Münchner Zoll unzählige nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützte Waren beschlagnahmen. In den Jahren 1992 bis 1994 beschlagnahmten die Zöllner rund 4.000 Verarbeitungserzeugnisse aus geschützten Tieren und Pflanzen.

In einer Flasche mit Schaumbad entdeckten Zöllner 3.000 Ecstasy-Tabletten, die ein 26-jähriger Student aus den Niederlanden über den Flughafen München nach Portugal schmuggeln wollte. Unter dem Slogan "Artenschutz kennt keine Grenzen" eröffnete der Bayerische Umweltminister im Frühjahr 1999 eine Ausstellung im Haus der bayerischen Jäger in Feldkirchen. Im Frühjahr 2000 fanden die Zöllner bei zwei britischen Staatsangehörigen 86 Kilogramm Khat. Fünf Kilogramm Kokain im Wert von mehreren 100.000 Mark konnten Zöllner bei einer 22-jährigen Studentin aus den USA sicherstellen. Vier Kilogramm Kokain versteckte ein 40-jähriger Verkäufer in Wadenwickeln.

Die Maul- und Klauenseuche soll nicht eingeschleppt werden - verstärkte Zollkontrollen im Jahr 2001 nach mitgebrachtem Proviant. Zehn wertvolle Goldarmreife versteckte eine Reisende unter einem Armverband. 21 Kilogramm Edelsteine im Wert von mehreren Millionen Mark wurden sichergestellt. Die Globalisierung des Handels sowie die zunehmenden Im- und Exporte machen eine weitreichende Umstellung der DV-Verfahren der Zollverwaltung notwendig. Das neue IT-Verfahren ATLAS (Automatisiertes Tarif- und Lokales Zoll-Abwicklungs-System) geht im Jahr 2001 in Betrieb.

Die Skiwettkampfmannschaft der Bundeszollverwaltung ist im Jahr 2002 zu Besuch am Flughafen München. Das Hauptzollamt München-Flughafen fusioniert mit dem Hauptzollamt in München. Der Flughafenzoll informiert über Einreisebestimmungen im neuen Internetportal der Flughafen München GmbH.

Ein Kilogramm Heroin, eingearbeitet in Badeschuhe, stellten die Zöllner am Airport sicher. Das Terminal 2 geht am 29. Juni 2003 in Betrieb. Ein 60-jähriger Bauarbeiter versuchte 2.360 Zigaretten, versteckt in Teepäckchen, einzuschmuggeln. Im Jahr 2004 findet Rauschgiftspürhund Venus 15 Kilogramm Opium. Zöllner entdecken 2.100 Exemplare toter Singvögel im Reisegepäck - der geschützte Wiesenpieper ist in Italien eine Delikatesse.

Wieder entdeckt der Münchner Zoll 2.634 tote Singvögel im Reisegepäck. Eine Spanierin wollte im Jahr 2005 drei Kilogramm Heroin schmuggeln, aber Spürhund Isi entlarvt die Drogenkurierin.

15 Würgehölzer, sogenannte Nunchakus, versteckt im Reisekoffer einer 53-jährigen Australierin, hat der Zoll im Jahr 2006 sichergestellt. Vier Kilogramm Heroin fanden Zöllner im doppelten Boden eines Koffers. Rauschgiftspürhunde Hera und Aik hinter Gittern: Die passiven Rauschgiftspürhunde unterstützen bei der Suche nach Rauschgift in der Justizvollzugsanstalt Kempten.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück stellt im Jahr 2007 die Bilanz der deutschen Zollverwaltung vor. Des Weiteren konfiszieren Zöllner im selben Jahr ein ungewöhnliches Souvenir: ein Braunbärfell in der Reisetasche. Rund 200 gefälschte Handtaschen mit einem Verkaufswert von mehr als 80.000 Euro beschlagnahmt der Zoll am Flughafen München. Die Rekordmenge von 1,5 Kilogramm Kokain entdeckten Zöllner im Körper eines Mannes, der von Spanien nach München unterwegs war. Der 20-jährige Student hatte das Rauschgift, verpackt in 102 Behältnissen, geschluckt.

Im Jahr 2009 werden die in Papierform verteilten Kenntnisnahmen eingestellt und durch einen elektronischen Umlauf ersetzt; ein weiterer Schritt zur Reduzierung des Papierbedarfs. Zollhund Kelly erschnüffelt elf Kilogramm Kokain, versteckt in vier Reisekoffern. In Zusammenarbeit mit der Flughafen München GmbH wird ein Imagefilm über die Arbeit des Zolls am Flughafen gedreht. Die Ausstellung "Souvenirs, Souvenirs" wird im Terminal 2 präsentiert.

Vier Kilogramm geschützte Meeres-Souvenirs hat der Zoll im Frühjahr 2011 bei einem österreichischen Staatsangehörigen entdeckt. Rund fünf Kilogramm Kokain haben Zollbeamte bei fünf Drogenkurieren innerhalb einer Woche gefunden. 36 lebende Schlangen stellten Zöllner im Herbst 2011 bei einem 22-jährigen Australier im Handgepäck sicher.

Berufswunsch Zollbeamtin: Die 400. Schnupperpraktikantin wurde im Frühjahr 2012 beim Münchner Zoll begrüßt. "Spezialiäten"-Koch vom Zoll ertappt: Er hatte 49 lebende Reptilien in Stoffsäcken im Gepäck. Der Reisende wollte sogar einem der Tiere unter den Augen der Zöllner den Kopf abbeißen.

Größter Crystal-Fund im Jahr 2013 in der Geschichte der Bundesrepublik: 20 Kilogramm wurden am Münchner Flughafen sichergestellt. Hype um ein Kapuzineräffchen: Popstar Justin Bieber muss Melly abgeben. Weil er nicht die nötigen Papiere vorweisen konnte, beschlagnahmten die Zöllner den Affen am Münchner Flughafen und brachten ihn in einem Tierheim unter.

24 Gehäuse der geschützten Fechterschnecke beschlagnahmten Zöllner bei einem einzigen Reisenden. Ab 31. Juli 2014 - Mengenbeschränkung für Zigaretten aus Kroatien: Nur noch 300 Zigaretten sind steuerfrei. Nacht der Ausbildung am Flughafen München - der Zoll ist ganz vorn mit dabei.

Der Zoll im Jahr 2017 am Flughafen München - Sicherheit für die Bürger

"Haben Sie Waren anzumelden?" Auf diese Frage lässt sich die Arbeit des Zolls schon lange nicht mehr reduzieren. Rund 400 Zöllnerinnen und Zöllner sichern am Münchner Flughafen die Leistungsfähigkeit unseres Gemeinwesens, fördern den Wirtschaftsstandort Deutschland und tragen zur Stabilisierung unserer Sozialsysteme bei. Sie schützen die Wirtschaft vor Wettbewerbsverzerrungen, die Verbraucher vor mangelhaften Waren aus dem Ausland und die Bevölkerung vor den Folgen grenzüberschreitender organisierter Kriminalität.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de