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Zoll ermittelt in der Baubranche

2017-05-16 13:07:54

Das Amtsgericht Lingen verurteilte den 52-jährigen faktischen Geschäftsführer einer Firma aus der Baubranche wegen des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelten in 37 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr. Die Freiheitsstrafe wurde zur Bewährung auf drei Jahre ausgesetzt.

Wie die Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Osnabrück ermittelten, ist die Firma mit Sitz in Lingen von dem Sohn des Verurteilten formell geführt worden, während alle unternehmerischen Entscheidungen von dem Angeklagten getroffen wurden, der das Unternehmen in finanzieller, organisatorischer und personeller Hinsicht tatsächlich leitete.

Dabei hat er zwischen den Jahren 2010 und 2013 zum Zweck der Einsparung von Sozialabgaben Arbeitnehmer des Unternehmens nicht bei den zuständigen Sozialkassen angemeldet und vermeintlich selbstständige Subunternehmer beschäftigt, obwohl diese tatsächlich in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis zu ihm standen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er während dieser Zeit die aus Osteuropa stammenden Scheinselbstständigen für sich arbeiten ließ.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de