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Kleiner Schaden - hohe Strafe

2017-05-15 13:26:01

Mit Strafbefehl vom 14. März 2017 verurteilte das Amtsgericht Frankfurt (Oder) den Geschäftsführer einer GmbH aus dem Landkreis Märkisch-Oderland zu einer Gesamtgeldstrafe von 2.500 Euro wegen Vorenthaltens von Sozialversicherungsbeiträgen.

Nach Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Frankfurt (Oder) im vergangenen Jahr hatte der Angeklagte einen Arbeitnehmer nicht zur Sozialversicherung gemeldet, obwohl dieser den Arbeitgeber mehrfach dazu drängte. Durch die Nichtanmeldung wurden Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 374,35 Euro vorenthalten.

Das Urteil zeigt, dass das Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen kein Kavaliersdelikt ist und das sozialschädliche Verhalten bereits bei geringen Beträgen gerichtlich nicht unerheblich geahndet werden kann.

Die Verurteilung ist rechtskräftig. Der Angeklagte hat zudem die Kosten des Verfahrens zu tragen.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de