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Fleischklopfer als Schlagring

2017-05-12 09:56:51

Am 5. Mai 2017 kontrollierten Bedienstete des Hauptzollamts Frankfurt am Main das Gepäck von Reisenden aus Las Vegas (USA). Auf dem Röntgenbild eines Reisekoffers war ein Schlagring deutlich zu erkennen. Dieser wies zusätzlich eine Riffelung wie bei einem Fleischklopfer auf. Der Koffer gehörte einem 72-jährigen Amerikaner.

Als Erklärung gab der Mann an, dass es sich um einen Fleischklopfer handeln würde, den er von seiner Schwester in den USA geschenkt bekommen habe. Er wolle damit Fleisch anlässlich einer Grillparty behandeln. "Der Zweck der Einfuhr ist allerdings für die Rechtsfolge unerheblich. Wird ein verbotener Gegenstand eingeführt, wird er aus dem Verkehr gezogen und ein Strafverfahren wegen Bannbruchs (Einfuhr verbotener Gegenstände) in Verbindung mit einem Verstoß gegen das Waffengesetz eingeleitet. Oft wird der Sachverhalt - wie in diesem Fall - dann zur weiteren Ermittlung an die Staatsanwaltschaft abgegeben", so Markus Becker, Pressesprecher beim Hauptzollamt Frankfurt am Main.

Im vergangenen Jahr kam es am beim Hauptzollamt Frankfurt am Main in 113 Fällen zur Sicherstellung von 1.686 einzelnen Waffen und Munition. Darunter waren 20 erlaubnispflichtige Schusswaffen, 466 verbotenen Waffen und 1.200 Stück Munition. Dabei handelte es sich meistens um gewerbliche Durchfuhrsendungen, bei denen die waffenrechtlichen Genehmigungen zunächst fehlten. Die verbotenen Waffen wurden zumeist in der Kurierfracht oder per Postsendung via Internet bestellt. Zu nennen sind hier zum Beispiel Elektroschockgeräte, Wurfsterne, Schlagringe und Springmesser.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de