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Zoll deckt Leistungsbetrug auf

2017-04-20 14:55:54

Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Hamburg-Stadt haben einen 42-jährigen Deutschen ermittelt, der in den Jahren 2014 und 2015 Arbeitslosengeld II vom Jobcenter Hamburg-Bergedorf erhalten hat und nebenbei als Selbstständiger mehrere Aufträge im Transport- und Baubereich ausgeführt hat.

"Insgesamt ist Arbeitslosengeld II in Höhe von knapp 41.000 Euro von dem Mann und seiner Ehefrau, die gemeinsam eine Bedarfsgemeinschaft bildeten, zu Unrecht bezogen worden", so Pressesprecher Oliver Bachmann. "Der Mann hatte zwar gutbürgerlich Rechnungen für seine Arbeiten gestellt, jedoch liefen die Gelder über verschiedene Konten. Nach zwei Jahren intensiver Ermittlungsarbeit konnten nun seine Auftraggeber ermittelt und somit der Umfang seiner Geschäftstätigkeit festgestellt werden", führte er weiter aus.

"Leistungsbetrug ist ein Vergehen nach Paragraf 263 Strafgesetzbuch und kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden. In jedem Fall muss das Geld zurückgezahlt werden. Die weiteren Ermittlungen führt die Staatsanwaltschaft Hamburg", erklärte Bachmann weiter.

Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung vernichten dauerhaft legale Arbeitsplätze, erhöhen damit die Arbeitslosigkeit und bringen den Staat um Steuern und die Sozialversicherungen um Beiträge. Über 6.700 Zöllnerinnen und Zöllner gehen bundesweit gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung vor.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de