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Unsichtbares sichtbar gemacht

2017-04-11 19:03:05

Anfang März 2017 stoppten Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege Plattling des Hauptzollamts Landshut einen Kleintransporter mit englischem Kennzeichen auf einem Parkplatz an der Autobahn 3.

Das Fahrzeug war auf der Fahrt von Rumänien nach England. Auf die Frage der Beamten nach mitgeführten Zigaretten erklärten die beiden Reisenden, jeweils nur zwei Stangen mit sich zu führen.

In der Überholungshalle des Zolls wurde das Fahrzeug mit einem Hohlraumsichtgerät genauer unter die Lupe genommen. In einem bauartbedingten Hohlraum am Hinterrad wurden Zigarettenschachteln sichtbar. Die weitere Kontrolle zeigte, dass die über die gesamte Fahrzeuglänge auf beiden Seiten vorhandenen Hohlräume mit Zigarettenschachteln gefüllt waren. Auch in der vorderen Stoßstange wurden eingepackt in schwarzer Folie 1.080 Zigaretten gefunden.

Insgesamt konnten 7.880 Zigaretten mit ukrainischen und rumänischen Steuerzeichen sichergestellt werden. Der 33-jährige Osteuropäer gab zu, dass die Zigaretten ihm gehören und er sie in die Hohlräume und hinter die Stoßstange eingebaut habe. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Einfuhrschmuggels eingeleitet.

Am 21. März 2017 kontrollierten Beamte der Kontrolleinheit Verkehrswege Passau am gleichen Parkplatz einen bulgarischen Kleintransporter. Auf Befragen gaben die Insassen an, nur sechs Schachteln Zigaretten dabeizuhaben.

Den Zöllnern fielen drei Pkw-Reifen auf, die von der Größe her weder zum Fahrzeug noch zum Anhänger passten. Auffällig war auch, dass die Reifen frisch montiert waren. Daraufhin wurde das Fahrzeug zur Überholungshalle geleitet. Die Überprüfung der Reifen mit der Röntgenanlage brachte den Inhalt der Schmuggelverstecke ans Licht.

Insgesamt konnten 61 Stangen Zigaretten aus den Reifen geholt werden. Auf Befragen gab der 47-jährige Osteuropäer zu, dass die Zigaretten ihm gehören. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Einfuhrschmuggels eingeleitet und die Zigaretten sichergestellt.

"Mithilfe von moderner Technik ist es uns möglich, auch vermeintlich Unsichtbares sichtbar zu machen. So konnte ein Steuerschaden von 4.800 Euro verhindert werden. Die Erfahrung unserer Kolleginnen und Kollegen kann dadurch aber nicht ersetzt werden", so Elvira Enders-Beetschen, Pressesprecherin des Hauptzollamts Landshut.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de