DeutschEnglischFranzösisch
Jahr
Suchen: TARIC oder Warenbeschreibung

Zoll kontrolliert Shisha-Cafés

2017-04-11 10:04:47

Beamte des Hauptzollamts Dortmund kontrollierten am Abend des 10. April 2017 im Rahmen der Steueraufsicht gemeinsam mit Bediensteten des Ordnungsamts sechs sogenannte Shisha-Cafés in Dortmund.

In allen kontrollierten Lokalen wurde nicht versteuerter Wasserpfeifentabak gefunden und sichergestellt, insgesamt 42,5 Kilogramm. Ergebnis der Kontrollen sind drei Ordnungswidrigkeitenverfahren und drei Strafverfahren gegen die Inhaber der Gaststätten.

Im Bezirk des Hauptzollamts Dortmund sind zurzeit über 170 Shisha-Cafés und über 40 Einzelhandelsgeschäfte, die Wasserpfeifentabak verkaufen, angesiedelt.

"Insgesamt haben die Beamten der Kontrolleinheit Verkehrswege im noch jungen Jahr 2017 bereits über 660 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak sichergestellt", so Andrea Münch, Pressesprecherin des Hauptzollamts Dortmund. "Daraus ergaben sich 40 Ordnungswidrigkeiten- und 46 Strafverfahren", so Münch weiter.

Das Rauchen von Wasserpfeifen (sogenannte Shishas) ist seit einigen Jahren bei jungen Erwachsenen stark im Trend. Wasserpfeifentabak kann in Deutschland legal vertrieben und erworben werden. Allerdings muss der Tabak dann versteuert sein - leicht erkennbar durch die als Siegel angebrachte deutsche Steuerbanderole.

Neben den steuerrechtlichen Aspekten gilt es auch gesundheitliche Risiken zu beachten. Konsumenten bezeichnen das Shisha-Rauchen als angenehm mild. Ungesund bleibt es dennoch: Laut Weltgesundheitsorganisation inhalieren Wasserpfeifenraucher bei einer Shisha-Sitzung die Rauchmenge von 100 Zigaretten. Illegal gehandelter Tabak beinhaltet zudem bedenkliche Konservierungsstoffe, Aromen oder unhygienische Inhaltsstoffe, deren Wirkungen auf den Raucher noch unbekannt sind.

Zusätzlich weist der Wasserpfeifentabak aus den Ursprungsländern eine sehr hohe Feuchtigkeit auf. Der aromatische Tabakrauch wirkt dadurch kälter und kann tiefer inhaliert werden. Erreicht wird diese Feuchtigkeit oftmals durch die Zugabe von Glycerin oder Zuckermelasse. Verbrennen diese Zugaben, erzeugen sie gesundheitsschädliche Substanzen, die direkt durch den Wasserpfeifenraucher inhaliert werden.

« Vorige | Nächste »
Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de