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Das Hauptzollamt München stellt seine Jahresbilanz vor

2017-04-11 11:17:35

Zoll online - Pressemitteilungen - Das Hauptzollamt München stellt seine Jahresbilanz für 2016 vor

Im Jahr 2016 hat der Münchner Zoll 7,7 Milliarden Euro Haushaltseinnahmen erwirtschaftet sowie 308 Kilogramm Rauschgift entdeckt.

Das Hauptzollamt (HZA) München hat im Jahr 2016 rund 7,7 Milliarden Euro für die Kassen des Bundes, der Europäischen Union und für das Land Bayern eingenommen. Die Haupteinnahmequelle waren dabei die Verbrauchsteuern. Darunter machte die Tabaksteuer mit 4,3 Milliarden Euro ) den größten Anteil aus. Die den Ländern zustehende Biersteuer brachte dem Land Bayern rund 43 Millionen Euro ein.

Der Prüfungsdienst des Hauptzollamts München, der auf den Gebieten Zoll, Warenursprung und Präferenzen, Verbrauchsteuern sowie Außenwirtschaftsrecht tätig ist, hat im vergangenen Jahr 384 Prüfungen vorgenommen. Dabei forderte der Zoll von verschiedenen Firmen rund 4,1 Millionen Euro nach und erstattete 2,6 Millionen Euro.

Kein Unternehmen, das seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ordnungsgemäß beschäftigt, kann mit Firmen konkurrieren, die das Geschäft mit Schwarzarbeitern betreiben. Mit seinem Einsatz gegen die Schwarzarbeit trägt der Zoll zur gerechten und korrekten Abführung der Abgaben, wie zum Beispiel den Sozialversicherungsbeiträgen, bei. Schwarzarbeiter und ihre Auftraggeber schaden der Allgemeinheit: Sie betrügen die Sozialversicherung, hinterziehen Steuern und gefährden Arbeitsplätze.

Die Bediensteten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit haben im Jahre 2016 insgesamt 850 Arbeitgeber überprüft. Unter anderem waren das Baugewerbe und der Gastronomiebereich Ziel der Überprüfungen der knapp 100 Bediensteten des Hauptzollamts München.

"Haben Sie Waren anzumelden?" Auf diese Frage lässt sich die Arbeit des Zolls schon lange nicht mehr reduzieren. Rund 400 Zöllnerinnen und Zöllner sichern am Münchner Flughafen die Leistungsfähigkeit unseres Gemeinwesens, fördern den Wirtschaftsstandort Deutschland und tragen zur Stabilisierung unserer Sozialsysteme bei. Sie schützen die Wirtschaft vor Wettbewerbsverzerrungen, die Verbraucher vor mangelhaften Waren aus dem Ausland und die Bevölkerung vor den Folgen grenzüberschreitender organisierter Kriminalität.

Die Zöllner registrierten 93 Verstöße gegen das Washingtoner Artenschutzübereinkommen. 528 Verarbeitungserzeugnisse, wie beispielsweise Lederwaren aus Reptilienleder oder Cremes mit Bestandteilen geschützter Pflanzen, wurden den Reisenden im Laufe des vergangenen Jahres abgenommen. Daneben gab es noch Verstöße mit insgesamt 710 lebenden Pflanzen, die den Reisenden abgenommen wurden.

Weil Reisende ihre Mitbringsel nicht beim Zoll am Flughafen München anmeldeten, wurden insgesamt 1.539 Strafverfahren eingeleitet. Als "abgabenrechtliche Sanktion" wurde bei 2.749 Personen ein Zollzuschlag erhoben.

Das Zollamt ist zuständig für die Einfuhrabfertigung aller in der Millionen-Stadt München eingehenden Postsendungen, die sich Bürgerinnen und Bürger mit der Deutschen Post AG aus Nicht-EU-Ländern haben schicken lassen. Insgesamt haben die Beamten im vergangenen Jahr 594.000 Ausfuhr- und 106.000 Einfuhrsendungen ) abgefertigt.

Wie im vergangenen Jahr landeten wieder einmal zahlreiche Waren mit Fälschungen angesagter Markenprodukte beim Münchner Zoll. Im Jahr 2016 wurden 548 Verstöße registriert. Insgesamt wurden rund 10.773 gefälschte Markenartikel, vornehmlich Schuhe und elektronische Artikel namhafter Hersteller im Wert von rund einer Millionen Euro aus dem Verkehr gezogen.

Wer sich jedoch lieber persönlich, unter anderem über das Thema Artenschutz, beim Zoll informieren möchte, hat am 13. Mai 2017 die Chance dazu. An diesem Tag wird ein Infotag am Flughafen München stattfinden, zu dem sich alle Interessierten per E-Mail anmelden können.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de