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Öffentlicher Finanzierungs­überschuss von 25,8 Milliarden Euro im Jahr 2016

2017-04-07 08:16:30

WIESBADEN - Im Jahr 2016 erzielten die Kern- und Extrahaushalte des Öffentlichen Gesamthaushalts einen Finanzierungsüberschuss in Abgrenzung der Finanzstatistiken von 25,8 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen der vierteljährlichen Kassenstatistik mitteilt, verringerte sich der kassenmäßige Finanzierungsüberschuss damit um 3,4 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr (2015: 29,1 Milliarden Euro). Der Grund für den Rückgang war der 2016 auf 5,0 Milliarden Euro gesunkene Finanzierungsüberschuss des Bundes (2015: 20,6 Milliarden Euro), da die Ausgaben des Bundes (  6,3 %) stärker als seine Einnahmen stiegen (  1,6 %). Besonders stark nahmen die Ausgaben für laufende Zuweisungen und Zuschüsse (  6,5 %), für den laufenden Sachaufwand (  7,6 %), für Sachinvestitionen (  11,4 %) sowie Zuweisungen und Zuschüsse für Investitionen (  11,1 %) zu. 

Der kassenmäßige Finanzierungssaldo errechnet sich aus der Differenz der Einnahmen  und der Ausgaben der Kern- und Extrahaushalte des Öffentlichen Gesamthaushalts. Die öffentlichen Einnahmen erhöhten sich im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 3,8 % auf insgesamt 1 351,9 Milliarden Euro. Maßgeblich hierfür war der Zuwachs bei den Einnahmen aus Steuern und steuerähnlichen Abgaben um 4,8 %. Die öffentlichen Ausgaben stiegen um 4,2 % und summierten sich auf 1 326,1 Milliarden Euro. 

Im Unterschied zum hier nachgewiesenen kassenmäßigen Finanzierungsüberschuss des Öffentlichen Gesamthaushalts - in Abgrenzung der Finanzstatistiken - von 25,8 Milliarden Euro wurde in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen für das Jahr 2016 ein Finanzierungsüberschuss des Staates von 23,7 Milliarden Euro berechnet. Ursächlich für diese Abweichungen sind methodische Unterschiede zwischen beiden Statistiken.

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Kategorie: Statistisches Bundesamt Aktuell
Quelle: www.destatis.de