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Jahresbilanz des Schweinfurter Hauptzollamts

2017-04-05 10:48:57

Den hohen Einnahmezuwachs des Vorjahrs auf rund 1,5 Milliarden Euro konnte das Hauptzollamt Schweinfurt im Jahr 2016 stabilisieren und weiter ausbauen. Über die Hälfte der zugeflossenen Einnahmen waren dem klassischen Warenverkehr zuzurechnen (Zölle: 88,3 Mio. Euro, Einfuhrumsatzsteuer: 695,5 Mio. Euro). Das Zollaufkommen war dabei rückläufig.

"Mit unseren Einnahmen aus Unter- und Oberfranken liefern wir einen guten Beitrag zum Bundeshaushalt. Diese fließen auch in den Ausbau von Bundesstraßen und in infrastrukturelle Ausgaben des Bundes und kommen so auch der Region zugute", so Joachim Muhlert, Leiter des Hauptzollamts Schweinfurt.

Knapp 30 Prozent aller Einnahmen stammten aus dem Verbrauchsteuerbereich (444,1 Mio. Euro), bei denen die Energie- und Stromsteuer den größten Anteil ausmachen (Energiesteuer: 287,8 Mio. Euro, Stromsteuer: 109,2 Mio. Euro). Einen Anstieg von knapp 25 Prozent zum Vorjahr verzeichnete die Kaffeesteuer mit Mehreinnahmen von 1,2 Millionen Euro (6,1 Mio. Euro gesamt). Auch die Besteuerung alkoholischer Getränke sowie die Biersteuer wiesen leichte Zuwächse auf.

Die Zahl der Stammbelegschaft liegt stabil über 500 Bediensteten. Insgesamt 76 Anwärterinnen, Anwärter und Bürokaufleute bildet das Hauptzollamt Schweinfurt in den verschiedenen Laufbahnen aus. Ende 2016 freute sich Regierungsdirektor Joachim Muhlert über das Zertifikat als familienfreundlicher Arbeitgeber der berufundfamilie Service GmbH.

Zusammen mit seinen verschiedenen Dienststellen in Unter- und Oberfranken ist das Hauptzollamt Schweinfurt ein attraktiver und chancenreicher Arbeitgeber in der Region. Bereits heute sind rund 20 Prozent der Bediensteten in Teilzeit beschäftigt. Geringfügig kleiner ist der Anteil bewilligter Telearbeitsplätze, die es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglichen, Kinder- oder Pflegebetreuung individueller vor Ort mit dem Beruf unter einen Hut zu bringen.

Einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Sozialsysteme und des Arbeitsmarkts leistet das Hauptzollamt Schweinfurt durch die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung. Im Jahr 2016 musste die Finanzkontrolle Schwarzarbeit in 1.949 Fällen wegen Straftaten und in 613 Fällen wegen Ordnungswidrigkeiten Ermittlungen einleiten. 1.937 Strafverfahren und 1.042 Bußgeldverfahren konnten abgeschlossen werden. Die Summe der Geldstrafen aus Urteilen und Strafbefehlen belief sich auf 1,2 Millionen Euro. Mehr als eine halbe Million Geldbußen wurden verhängt. Die Ermittlungen führten insgesamt zu 50 Jahren Freiheitsstrafe und brachten eine Gesamtschadenssumme von mehr als 11,8 Millionen Euro zum Vorschein. Die hohe Steigerung von rund 60 Prozent ist auf gerichtliche Entscheidungen bei Verfahren zurückzuführen, die sich über mehrere Jahre erstrecken können.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de