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Hauptzollamt prüft Wach- und Sicherheitsdienstleister

2017-03-29 14:55:00

Im Zuge einer bundesweiten Schwerpunktprüfung im Wach- und Sicherheitsdienst prüften 120 Bedienstete des Hauptzollamts Erfurt in der Woche vom 20. bis 26. März 2017 die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in dieser Branche.

"Schwerpunktmäßig ging es um die Zahlung des Mindestlohns und die Entrichtung von Sozialabgaben durch die Arbeitgeber. Von Interesse ist für uns natürlich auch immer, ob Arbeitnehmer zusätzlich zu ihrem Lohn Sozialleistungen erhalten und ob ausländische Arbeitnehmer die notwendigen Genehmigungen vorweisen können", teilte ein Sprecher des Hauptzollamts Erfurt mit.

Im Bezirk des Hauptzollamts Erfurt wurden in circa 150 Einrichtungen rund 290 Arbeitnehmer vor Ort (180 in Thüringen und 110 in Südwestsachsen) zu ihrem Arbeitsverhältnis befragt. In einem ersten Ergebnis konnten insgesamt 25 Unregelmäßigkeiten (13 in Thüringen und 12 in Südwestsachsen) festgestellt werden.

In 12 Fällen (2 in Thüringen und 10 in Südwestsachsen) ergaben sich aus den Prüfungen Anhaltspunkte, dass Arbeitnehmer nicht den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn in Höhe von 8,84 Euro pro Stunde bezahlt bekommen. Die Nichtzahlung des Mindestlohns kann mit einer Geldbuße bis zu 500.000 Euro geahndet werden.

In zehn Fällen (9 in Thüringen und 1 in Südwestsachen) besteht der Verdacht, dass Arbeitgeber die Sozialversicherungsbeiträge ihrer Beschäftigten entweder nicht oder nicht in richtiger Höhe abführen.

Bei zwei Arbeitnehmern (1 in Thüringen und 1 in Südwestsachsen) gab es Anhaltspunkte des Leitungsmissbrauchs. Beide beziehen Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch und wurden bei einer Tätigkeit angetroffen, die sie ihrem zuständigen Jobcenter offenbar nicht angezeigt haben.

In Thüringen wurde zudem noch ein ausländischer Arbeitnehmer angetroffen, der keine Arbeitsgenehmigung vorweisen konnte.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de