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Zoll deckt Rauschgifthandel im Darknet auf

2017-03-29 08:25:20

Münchner Zollfahnder haben eine Gruppierung von jugendlichen Rauschgiftschmugglern beziehungsweise -händlern aufgedeckt. Drei Tatverdächtige sitzen in Untersuchungshaft. Insgesamt konnten circa 800 Gramm Marihuana und rund 4.000 Euro Drogengeld sichergestellt werden.

Im Darknet, einem anonymen Teil des Internets, bestellte der 17-jährige Organisator auf Bestellung und Vorkasse seiner Kunden das Rauschgift. Die Sendungen ließ er, je nach Wunsch der Kunden, an beliebige Paketstationen liefern und teilte diesen im Anschluss die Zugangsdaten zum Abholen der Drogen mit.

Bei einer Routinekontrolle von Sendungen in einem Frachtzentrum in Österreich stellten Beamte des Landeskriminalamts Österreich in zwei Paketen aus Kanada Marihuana fest. Als Empfänger waren fiktive Personen in München angegeben. In österreichisch-bayerischer Zusammenarbeit wurden die Pakete nach München verbracht und in die entsprechenden Paketstationen in den Stadtteilen Schwabing und Berg am Laim eingelegt.

Die weiteren Ermittlungen zeigten auf, wie arbeitsteilig die 16 bis 19 Jahre alten Rauschgiftschmuggler und -händler vorgingen. So war der 19-Jährige ausschließlich für die Abholung der Pakete zuständig. Er übergab diese an einen 16-Jährigen, der das Rauschgift im Anschluss in kleineren Mengen und persönlich an Abnehmer in München verkaufte. Der 17-jährige Organisator war somit ausschließlich, ohne jemals mit der Ware in Berührung zu kommen, als Vermittler tätig.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de