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Dopingsubstanz per Paket aus China

2017-03-23 14:01:56

Ein Kilogramm der verbotenen Substanz Testosteron konnten Zollfahnder in der vergangenen Woche in Dresden erfolgreich "an den Mann bringen". Die Substanz befand sich in einem Paket aus China, das an einen Empfänger in der Landeshauptstadt adressiert war.

Die Beamten stellten bei ihren ersten Ermittlungen fest, dass zwar die angegebene Empfängeradresse existierte, nicht jedoch die Person, für die das Paket bestimmt sein sollte. Die Zollfahnder stellten die Sendung daraufhin kontrolliert zu. Ein 34-jähriger russischer Staatsangehöriger nahm das Paket entgegen - offensichtlich hatte er es bereits erwartet.

Nach der erfolgreichen Zustellung nahmen Zollfahnder den Tatverdächtigen vorläufig fest und durchsuchten zwei Wohnungen, in denen er sich aufhielt beziehungsweise gemeldet war. Dabei stellen sie anabole Steroide und Potenzmittel, die mutmaßlich zum Eigenverbrauch bestimmt waren, sowie elektronische Beweismittel sicher.

Das Paket wurde Anfang März von Zöllnern am Frachtflughafen Leipzig kontrolliert. Der Inhalt war als Natriumphosphinat deklariert. Mittels Detektionstechnik konnten die Beamten vor Ort feststellen, dass sich tatsächlich Testosteron in der Sendung befand. Das Zollfahndungsamt Dresden übernahm anschließend den Sachverhalt für die weiteren Ermittlungen. Diese dauern an.

Das zum 18. Dezember 2015 in der Bundesrepublik in Kraft getretene Gesetz gegen Doping im Sport (Anti-Doping-Gesetz) verbietet unter anderem den Erwerb, die Einfuhr und den Handel mit der Substanz, sofern sie zum Doping beim Menschen im Sport zur Anwendung kommen soll. Verstöße werden mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe geahndet. Bei gewerbsmäßigem Handeln ist eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren möglich.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de