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Oldtimerschmuggel

2017-03-07 13:57:25

Zöllner des Hauptzollamts Singen haben Anfang März 2017 im Hegau sowie im Schwarzwald-Baar-Kreis vier Schmuggelfälle aufgedeckt, bei denen Oldtimer im Gesamtwert von über 2,1 Millionen Euro ohne zollrechtliche Abwicklung von der Schweiz in die EU gebracht worden sind.

Die drei Schweizer im Alter von 23 bis 64 Jahren wollten ihre in der Schweiz zugelassenen Oldtimer auf der am vergangenen Wochenende stattgefundenen Oldtimermesse "Retro Classics" in Stuttgart ausstellen. Im Rahmen der Anreise zur Messe wurden die Fahrzeugtransporte auf der Autobahn 81 Höhe Hilzingen sowie Höhe Tuningen durch die Zöllner angehalten und kontrolliert.

Wie sich bei der Überprüfung herausstellte, wurden die Fahrzeuge nicht nur zwecks Teilnahme an der Oldtimer-Ausstellung zuvor in die EU eingeführt, sondern sollten zum Teil auch auf dieser Veranstaltung verkauft werden - jedoch ohne Erledigung der erforderlichen zollrechtlichen Formalitäten. Die Schweizer Oldtimer hätten bei der Einfuhr in die EU angemeldet werden müssen.

Gegen die drei Männer wurde jeweils ein Strafverfahren wegen Verdachts des Einfuhrschmuggels eingeleitet. Die sofort fälligen Einfuhrabgaben betrugen insgesamt knapp 150.000 Euro.

Da sich einer der Eigentümer weigerte, die für seinen Oldtimer fälligen 105.000 Euro Einfuhrabgaben zu zahlen, wurde sein Fahrzeug im Wert von 1,5 Millionen Euro durch den Zoll sichergestellt.

Während zugelassene Beförderungsmittel von Reisenden aus dem Nicht-EU-Ausland für die Dauer des Aufenthalts in der Europäischen Union ohne die Abgabe einer förmlichen Zollanmeldung zum Fahren genutzt werden können, muss für Fahrzeuge, die beispielsweise auf Messen ausgestellt und verkauft werden sollen, vom Einführer eine entsprechende Zollanmeldung abgegeben sowie eine Sicherheit für die Einfuhrabgaben bezahlt werden.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de