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Shisha-Bars im Fokus

2017-03-09 14:45:57

Zöllner des Hauptzollamts Oldenburg kontrollierten in den vergangenen Wochen mehrere Gaststätten, die auch als Shisha-Bars bekannt sind. In diesem Zusammenhang konnten 32 Kilogramm Wasserpfeifentabak sichergestellt werden.

"Zum größten Teil handelt es sich bei den 32 Kilogramm um Schmuggelware, also Tabak, für den keine Steuer entrichtet wurde. Bei erster Sichtprüfung der Tabakbestände vor Ort ist dies schnell durch die fehlenden Steuerzeichen an den Verpackungen erkennbar", erläutert Frank Mauritz, Pressesprecher des Hauptzollamts Oldenburg.

Das Rauchen von Wasserpfeifen (sogenannte Shishas) ist seit einigen Jahren bei jungen Erwachsenen sehr im Trend. Wasserpfeifentabak kann in Deutschland auch legal vertrieben und erworben werden. Allerdings muss der Tabak versteuert sein - leicht erkennbar durch die als Siegel angebrachte deutsche Steuerbanderole.

Neben den steuerrechtlichen Aspekten gilt es auch gesundheitliche Risiken zu beachten. Konsumenten bezeichnen das Shisha-Rauchen als angenehm mild. Ungesund bleibt es dennoch: Laut Weltgesundheitsorganisation inhalieren Wasserpfeifenraucher bei einer Shisha-Sitzung die Rauchmenge von 80 Zigaretten. Illegal gehandelter Tabak beinhaltet zudem bedenkliche Konservierungsstoffe, Aromen oder unhygienische Inhaltsstoffe, deren Wirkungen auf den Raucher noch unbekannt sind.

Zusätzlich weist der Wasserpfeifentabak aus den Ursprungsländern eine sehr hohe Feuchtigkeit auf. Der aromatische Tabakrauch wirkt dadurch kälter und kann tiefer inhaliert werden. Erreicht wird diese Feuchtigkeit oftmals durch die Zugabe von Glycerin oder Zuckermelasse. Verbrennen diese Zugaben, erzeugen sie gesundheitsschädliche Substanzen, die direkt durch den Wasserpfeifenraucher inhaliert werden. Folgen können Reizungen des Kehlkopfs und der Nasenschleimhäute sein.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de