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Gelungene WM-Generalprobe

2017-01-22 18:59:47

Beim letzten Weltcup vor den Weltmeisterschaften Anfang Februar zeigten sich die Biathleten aus dem Zoll Ski Team in guter Form und überzeugten mit ihren starken Leistungen.

Mark Kirchner, Bundestrainer der Herren, war voll des Lobes für seine Schützlinge: "Wir können sehr optimistisch sein. Wir haben gezeigt, dass wir das Niveau mitbestimmen können. Ich glaube, wir haben den Zuschauern sehr viel geboten. Das war am Wochenende hier in Antholz ein knüppelhartes Programm. Die Jungs sind jetzt alle richtig kaputt." Anstrengend waren die vergangenen Tage allerdings nicht nur für die Herren, sondern auch die Damen mussten nochmals alle ihre Kräfte mobilisieren.

Der Auftakt am vergangenen Donnerstag hätte nicht besser laufen können. Trotz zweier Strafminuten bei viel Wind und schwierigen Bedingungen gewann Laura Dahlmeier dank einer überragenden Laufleistung und durfte bei der Siegerehrung ihr Rotes Trikot als Führende in der Disziplin wieder gegen das Gelbe Trikot der Gesamtführenden eintauschen. "Es war unheimlich schwierig mit dem Schießen. Ich habe kämpfen müssen, und es war schwer ins Rennen zu finden", so die Zollbeamtin freudestrahlend im Interview. Allen Grund zur Freude hatten auch ihre beiden gestarteten Teamkolleginnen. Maren Hammerschmidt wurde mit zwei Schießfehlern Fünfte, Vanessa Hinz mit drei Strafminuten Sechste.

Nach dem Einzel der Herren über 20 Kilometer am Freitag zog auch Simon Schempp ein insgesamt positives Fazit: "Fünfter Platz ist nicht so schlecht, deswegen bin ich sehr zufrieden", sagte der fünffache Sieger von Antholz, räumte aber gleichzeitig ein: "Für das Podium muss man einen Fehler weniger schießen."

Am gestrigen Samstag endete der Wettkampf der Damen mit einer kleinen Sensation, denn die ins Weltcup-Team nachgerückte Nadine Horchler gewann vollkommen überraschend vor Laura Dahlmeier, die damit allerdings ihre Führung im Gesamtweltcup ausbauen konnte. Vor dem letzten Schießen hatte die Zolloberwachtmeisterin noch in Führung gelegen, schoss dann aber zweimal daneben, während die Tagessiegerin auch die letzten der insgesamt 20 Scheiben traf. "Der erste Sieg ist immer etwas Besonderes. Ich freue mich für Nadine, es wurde ja auch langsam Zeit", zeigte sich die Geschlagene mit einem Augenzwinkern sportlich fair. Vanessa Hinz zog nach dem Rennen ebenfalls eine positive Bilanz, denn nach zwei Fehlschüssen wurde sie gute Achte.

Zu einer echten Millimeterentscheidung kam es bei der Staffel der Herren. Nach einem insgesamt spannenden Wettkampf ging Schlussläufer Simon Schempp kurz vor dem Zieleinlauf an seinem norwegischen Konkurrenten vorbei und sicherte im Fotofinish den ersten Sieg einer deutschen Herrenstaffel seit knapp zwei Jahren. "Ich wollte eigentlich schon früher an ihm vorbei. Aber er hat da nochmals richtig angezogen. Am Ende habe ich sogar den weiteren Weg genommen, aber es hat ja zum Glück trotzdem gereicht", freute sich der Zöllner im TV-Interview.

Im seinem letzten Rennen vor der WM verpasste Simon Schempp dann auf dem siebten Rang die erhoffte Podestplatzierung. Nach seinem Sieg in Oberhof und dem zweiten Platz in Nové Město wollte der Zollhauptwachtmeister auch im dritten Massenstart dieses Winters ganz vorn mit dabei sein, doch ganz im Gegensatz zum gestrigen Tag schwanden ihm auf der Schlussrunde die Kräfte, und er musste dem anstrengendem Programm Tribut zahlen.

Den dritten Sieg in Folge feierten dann zum Abschluss des Weltcups in Südtirol das deutsche Quartett der Damen und kürte sich damit zum WM-Favoriten. In der Besetzung Vanessa Hinz, Maren Hammerschmidt, Franziska Hildebrand und Laura Dahlmeier distanzierten sie alle Konkurrentinnen und liefen trotz insgesamt zwölf Nachladern einen überlegenen Vorsprung heraus. Beim allerletzten Stehendschießen kam zwar kurzzeitig ein wenig Bauchkribbeln auf, als Laura Dahlmeier alle drei Nachlader benötigte, um einer Strafrunde zu entgehen. "Ich habs dann schon noch mal ein bisschen spannend gemacht. Aber die anderen Mädels hatten super vorgelegt, deshalb hatte ich auch keine Angst", meinte die Zollbeamtin nach dem Rennen.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de