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Zollfahndung hebt Doping-Untergrundlabor aus

2017-01-20 14:06:13

Am 16. Januar 2017 durchsuchten Beamtinnen und Beamte des Zollfahndungsamts Essen zwei Privatwohnungen in Dortmund.

In der Wohnung des 44-jährigen deutschen Hauptbeschuldigten entdeckten sie ein Untergrundlabor zur Herstellung von Dopingmitteln. Darüber hinaus wurden acht Liter Dopinglösung, eine Vielzahl von gefüllten Ampullen, Tabletten, Pulver mit unbekanntem Wirkstoff, eine Tablettiermaschine, kleinere Mengen Cannabis und 5.500 Euro Bargeld beschlagnahmt.

Für seine Dopingmittel hatte sich der Mann eigens ein Label designt und alle Ampullen damit etikettiert. Ferner stellten die Fahnder insgesamt 67 Stück Munition sicher.

Der Hinweis auf den Dortmunder, der Kontakte in die Rockerszene haben soll, war zurückzuführen auf die frühere Sicherstellung eines Postpakets mit sieben Litern einer Lösung mit anabolen Steroiden (Testosteron) aus China am Flughafen Köln/Bonn. Die flüssigen Dopingwirkstoffe sollten bereits herstellerseitig als Massageöl getarnt sein; die Aufschrift auf den Plastikflaschen lautete "Message Oil".

Erwerb, Einfuhr und Herstellung von Dopingmitteln in nicht geringer Menge stellt eine Straftat dar. Bei gewebsmäßigem Handeln mit diesen Substanzen geht das Gesetz von einem besonders schweren Fall aus.

Die Zollfahndung Essen führt die weiteren Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Dortmund fort.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de