DeutschEnglischFranzösisch
Jahr
Suchen: TARIC oder Warenbeschreibung

Kokain statt Saft als Reiseproviant

2017-01-12 16:54:55

Bei Zollkontrollen auf der Autobahn 3 haben Bedienstete des Hauptzollamts Gießen im Gepäck einer Busreisenden 1.200 Gramm Kokain gefunden.

Die Zöllner zogen am Rastplatz Bad Camberg einen vollbesetzten Fernbus auf seiner Route von den Niederlanden nach Deutschland für eine Kontrolle aus dem Verkehr.

"Nachdem wir in jüngster Zeit häufiger Verstöße bei Reisenden in Fernbussen feststellen konnten, sind die Busse zunehmend in unser Visier geraten", so Michael Bender, Pressesprecher des Hauptzollamts Gießen.

Bei der Überprüfung der Passagiere stellte sich heraus, dass einer der Reisenden zur Festnahme ausgeschrieben war. Der 55-jährige Rumäne war bereits mehrfach wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz erwischt worden und hatte mehrere Ausweise mit unterschiedlichen Identitäten bei sich. Nachdem sie ihn festgenommen hatten, inspizierten die Zöllner sein Gepäck genauestens. Dabei fanden sie Frauenkleidung und eine Geldbörse, die auf eine Mitreisende hinwiesen.

In einem Rucksack und einer Plastiktüte mit Lebensmitteln fanden sie drei Fruchtsaft-Tetrapaks, aus denen trotz offensichtlicher Undichtigkeit keine Flüssigkeit austrat. Letzte Gewissheit, dass hier etwas nicht stimmte, bekamen die Zöllner, als sie einen Rauschgiftspürhund einsetzten, der eindeutig anschlug und so auf Drogen hinwies.

Nach dem Öffnen der Saftpackungen kamen dann auch drei gelbe Päckchen mit weißem Pulver zum Vorschein, bei denen ein Drogentest positiv auf Kokain reagierte. Insgesamt 1.200 Gramm des Rauschgifts stellten die Kontrolleure sicher.

Die 26-jährige Frau mit rumänischer Staatsangehörigkeit wurde wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Limburg beantragte Untersuchungshaft.

« Vorige | Nächste »
Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de