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Zoll-Quartett siegt in Ruhpolding

2017-01-12 19:37:53

Mit Vanessa Hinz, Maren Hammerschmidt, Franziska Preuß und Laura Dahlmeier holten vier Zöllnerinnen den Sieg für Deutschland in der Staffel der Damen beim Heimweltcup in Ruhpolding.

Vor 12.000 geradezu enthusiastischen Zuschauern sicherte sich die deutsche Damenstaffel in der Chiemgau Arena den zweiten Saisonsieg vor ihren Konkurrentinnen aus Frankreich und Norwegen. Die vier Biathletinnen aus dem Zoll Ski Team fielen sich nach ihrem Erfolg noch im Zielraum in die Arme, ließen sich ausgiebig von den Fans feiern und freuten sich gemeinsam über den gelungenen Coup auf heimischen Loipen.

Startläuferin Vanessa Hinz leistete sich nur einen einzigen Fehler im Stehendanschlag und konnte auch läuferisch trotz der schwierigen Bedingungen vollauf überzeugen, sodass sie von Beginn an ihre Position in der Spitzengruppe behauptete. Sie bestätigte hiermit ihre guten Leistungen beim Weltcup in Oberhof und übergab mit etwas mehr als 20 Sekunden Rückstand auf die Spitze an ihre Kollegin Maren Hammerschmidt.

Auch diese knüpfte nahtlos an ihre Erfolge in den vorangegangenen Wettkämpfen an, sorgte jedoch zwischendurch mit einem letztlich harmlosen Sturz nach einer Kollision mit der norwegischen Läuferin für eine Schrecksekunde. Die Zollhauptwachtmeisterin benötigte insgesamt nur zwei Nachlader, die nach ihren Aussagen "wie ein Schlag ins Gesicht" und "eigentlich nicht notwendig gewesen" seien. "Aber zum Glück hat es ja letztlich noch geklappt", so Maren Hammerschmidt nach dem Rennen, die sich an die Spitze des Feldes herangekämpft hatte und in Führung liegend übergab.

Franziska Preuß, die in Oberhof krankheitsbedingt noch auf einen Start verzichtet hatte, war vor dem Wettkampf auf ihrer Heimstrecke "extrem aufgeregt" und "hatte beim Einlaufen weiche Knie". Jedoch überzeugte auch die Zöllnerin nach der längeren Pause mit einer ordentlichen Gesamtleistung. Sie benötigte bei ihren Schnellschusseinlagen ebenfalls lediglich zwei Nachlader und schickte Laura Dahlmeier somit in aussichtsreicher Position liegend ins Rennen.

Wie sooft im Biathlon entschied sich auch der heutige Staffelwettkampf erst auf der Schlussrunde. Nach einem Fehlschuss beim letzten Schießen machte sich Laura Dahlmeier mit etwa zehn Sekunden Rückstand auf die Läuferin aus Norwegen auf den abschließenden Weg ins Ziel. "Ich wollte mich langsam ransaugen, nicht überpacen und mir genügend Körner aufsparen für den nächsten Anstieg", erläuterte sie im Interview ihre Taktik auf den letzten Kilometern. "Irgendwann wusste ich dann: Wir haben Topmaterial, und wenn ich bei der Abfahrt vorne bin, dann bringe ich hier den Sieg nach Hause."

Und genauso kam es dann auch, denn als die Zolloberwachtmeisterin geradezu spielerisch am Ende des letzten Anstiegs an der Norwegerin vorbeizog, hatte diese der überlegenen läuferischen Qualität ihrer deutschen Konkurrentin nichts mehr entgegenzusetzen. So konnte Laura Dahlmeier es sich auf den letzten Metern bis ins Ziel sogar noch leisten, den zahlreichen deutschen Fans zuzuwinken und sich bei diesen für die tolle Unterstützung zu bedanken.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de