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"Ich wusste, dass ich voll auf Angriff fahren muss"

2017-01-08 18:45:39

Zoll online - Aktuelles - "Ich wusste, dass ich voll auf Angriff fahren muss"

Felix Neureuther gelang nahezu ein Traumstart in das neue Jahr. Mit den Plätzen zwei, acht und vier bei den Weltcups in Zagreb und Adelboden demonstrierte er eindrucksvoll seine derzeitige Top-Form.

Bei starkem Wind und Schneefall begann für die alpinen Rennläufer das neue Jahr mit dem legendären Nachtslalom in Zagreb, laut Felix Neureuther "einem der besten Rennen des Jahres". Und obwohl er nach eigenen Aussagen "unten nicht alle Schwünge perfekt getroffen" hatte, fuhr der Zollhauptwachtmeister einen starken zweiten Durchgang und arbeitete sich mit diesem vor vom achten auf den zweiten Platz.

Nur Manfred Mölgg kam mit den schwierigen Bedingungen noch ein Stückchen besser zurecht und schob sich am Ende noch vor den Deutschen. "Ich wusste, dass ich voll auf Angriff fahren muss. Es hat zum Glück geklappt", zog Felix Neureuther freudig Resümee. "Man hat nicht viel gesehen. Die Bedingungen waren schwierig, da hat sich die Erfahrung bezahlt gemacht."

Seine ganze Routine legte der Zollbeamte auch am gestrigen Riesenslalom im Schweizer Adelboden nach einem "von oben bis unten fehlerhaften ersten Lauf" in den zweiten Durchgang. Am berüchtigten Chuenisbärgli fuhr Felix Neureuther trotz eines großen Blutergusses im Oberschenkel, den er sich zuvor bei der Kollision mit einer Torstange zugezogen hatte, extrem gefühlvoll und taktisch klug. Nach diesem starken Durchgang konnte er sich noch bis auf Rang acht verbessern.

Im heutigen Slalom dann verpasste der Zollbeamte auf dem vierten Platz hauchdünn das Podest. "Das ärgert mich schon", urteilte er nach dem Rennen, das wegen dichter Nebelschwaden unter sehr unterschiedlichen und daher nahezu irregulären Voraussetzungen für die Rennläufer stattfand. "Aber ich hatte im ersten Lauf wahnsinniges Glück mit den Bedingungen und brauche mich nicht zu beschweren." Im Zwischenklassement lag Felix Neureuther noch auf dem dritten Platz, wurde von diesem jedoch noch vom Gesamtführenden im Weltcup, dem Österreicher Marcel Hirscher, um fünf Hundertstelsekunden verdrängt.

Trotz seiner hohen Startnummer fuhr Teamkollege Linus Straßer zeitgleich mit dem Norweger Jonathan Nordbotten auf den starken zehnten Platz. Mit diesem, seinem zweitbesten Ergebnis seiner noch jungen Karriere, erfüllte der Zolloberwachtmeister zugleich die halbe Qualifikationsnorm für die Weltmeisterschaften in wenigen Wochen in St. Moritz.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de