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Geschmuggeltes Bargeld in Sweatshirt eingenäht

2016-12-28 11:46:44

Auf die Frage der Beamten nach mitgebrachten Waren gab der 62-Jährige an, sich nur einen Tag zu Besuch in der Schweiz aufgehalten zu haben und nichts mit sich zu führen. Auch die Frage nach mitgeführtem Bargeld oder Barmitteln im Wert von 10.000 Euro oder mehr verneinte der Reisende.

Die anschließende Untersuchung des Fahrzeugs und des Gepäcks des Mannes lieferten Hinweise auf ein Schweizer Bankkonto. Nach wie vor hielt er jedoch an der Angabe fest, lediglich 100 Euro an Bargeld in seiner Geldbörse dabeizuhaben.

Da er sich aber sichtlich nervös verhielt, forderten ihn die Zöllner schließlich auf, die Taschen seiner Bekleidung zu leeren. Sein Täuschungsmanöver gab der Mann schließlich auf und präsentierte den Beamten 80.000 Euro, aufgeteilt in viermal vierzig 500-Euro-Scheine, die er in speziell auf dem Rückenteil des Sweatshirts aufgenähten Taschen versteckt hatte.

"Reisende dürfen Barmittel in uneingeschränkter Höhe mit sich führen. Beträgt deren Wert jedoch 10.000 Euro oder mehr, müssen diese bei der Einfuhr in die Europäische Union und auch bei der Ausfuhr unaufgefordert beim Zoll schriftlich angemeldet werden", so Antje Bendel, Pressesprecherin des Hauptzollamts Lörrach. Auch bei der Ein- oder Ausreise in einen Mitgliedstaat der Europäischen Union, etwa aus und nach Frankreich oder Österreich, seien mitgeführte Barmittel in dieser Höhe auf Befragen von Kontrollbeamten anzugeben.

Die Bestimmungen dienen der EU-weiten Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierungen und anderen illegalen Handlungen. Der Begriff Barmittel umfasst dabei Bargeld in beliebiger Währung, auch solche, die keine gültigen Zahlungsmittel sind, aber in gültige umgetauscht werden können. Daneben fallen unter diese Regelung Wertpapiere, wie zum Beispiel Sparbriefe, (Reise-)Schecks, Aktien und Wechsel. Auch Sammler- und Anlagemünzen sind anzumelden. Für diese ist nicht der auf der Münze aufgeprägte Nominalwert maßgeblich, sondern deren tatsächlicher Wert.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de