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Hochexplosive Pyrotechnik gelagert

2016-12-28 14:00:27

Am 13. Dezember 2016 durchsuchten Beamte der Zollfahndung Stuttgart - im Auftrag der Staatsanwaltschaft Freiburg - die Wohnung eines 24-jährigen Deutschen im Landkreis Emmendingen.

Die dort aufgefundene, rund 40 Kilogramm nicht zugelassene Pyrotechnik, war teilweise delaboriert und zum Mischen mit anderen Chemikalien vorbereitet. Die mehr als sieben Kilogramm verschiedenster chemischer Substanzen lagerte der Tatverdächtige offen in diversen Behältern und Tüten.

Neben den bedenklichen Stoffen entdeckten die Fahnder 90 Rohlinge zur Herstellung von Kugelbomben und Böllern sowie eine Zündanlage, einen Zeitauslöser und 66 Raketenmotoren aus Metall.

"Im Falle einer Umsetzung der Pyrotechnik wäre ein großer Personen- und Sachschaden entstanden", so ein Sprecher. "Den Anwohnern ist offensichtlich nicht bewusst gewesen, dass sie auf einer Bombe sitzen."

Die Fahnder machten noch weitere interessante Entdeckungen. So fanden sie bei dem Tatverdächtigen rund 25 Gramm Cannabisprodukte und circa fünf Gramm Amphetamin. Darüber hinaus stellten sie beim Beschuldigten diverse Verstöße gegen das Waffengesetz fest.

In Anbetracht der massenexplosionsgefährlichen Lagerung sämtlicher pyrotechnischen Erzeugnisse schalteten die eingesetzten Ermittler des Zollfandungsamts Stuttgart die Entschärfer des Landeskriminalamts Baden-Württemberg ein. Diese übernahmen den Abtransport der brisanten Ware.

Zum Schutz der Bevölkerung regelt das Sprengstoffgesetz den Umgang, Verkehr sowie die Einfuhr von explosionsgefährlichen Stoffen. Unter diese fallen auch Feuerwerkskörper, Zündmittel, Anzündmittel, Explosivstoffe, pyrotechnische Sätze und Gegenstände sowie sonstige explosivgefährliche Stoffe.

Weitere Informationen hierzu finden Sie in den Fachthemen unter der Rubrik Verbote und Beschränkungen sowie auf der Website der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de