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Waffennarr bedient sich im Darknet

2016-12-22 13:53:38

Zwei Pistolen "Glock", 9 Millimeter und Kaliber 22, einen Schalldämpfer, fast 500 Stück Pistolenmunition, ein aktuell nicht funktionsfähiges Gewehr AK 47 sowie 16 Wurfsterne beschlagnahmten Ermittler des Zollfahndungsamts Essen bei einem 45-Jährigen in Mettmann.

Einen Waffenschein besitzt der Beschuldigte dafür allerdings nicht. Was genau er mit den Waffen wollte, dazu ließ er sich bisher nicht aus. Um mit dem Wurfstern zu trainieren, hatte der Mann im Keller seines Hauses eigens eine Zielscheibe montiert. Daneben hortete der Mann noch Dolche, Schwerter und andere Waffen, für die er allerdings keine Genehmigung benötigte, in seinen Räumlichkeiten.

Gekauft hatte der Mann aus Mettmann, der selbst in der IT-Branche tätig ist, die Waffen und die Munition im Darknet, im Gegenwert von rund 2.000 Euro in der Darknetwährung Bitcoins.

Das ausgeklügelte Versteck für die beiden Pistolen befand sich in einem ausgehöhlten Wandregal über seinem Schreibtisch, in das er einen maßgeschneiderten Metallkasten eingebaut hatte, der direkt mit der Wand verbunden war. Das schwer zugängliche Versteck wurde erst durch Ziehen des Regalbretts nach vorn sichtbar.

Da der Beschuldigte bisher polizeilich nicht in Erscheinung getreten ist, bei der Durchsuchung seiner Wohnung kooperativ war und aufgrund seines Familienstands, seines festen Wohnsitzes und einer festen Arbeitsstelle keine Fluchtgefahr bestand, wurde kein Haftbefehl erlassen.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de