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Zoll im Dialog mit Bundesverband Paket und Expresslogistik

2016-12-12 15:07:01

Zoll online - Pressemitteilungen - Zoll im Dialog mit Bundesverband Paket und Expresslogistik

Am heutigen 12. Dezember 2016 traf sich der Vizepräsident der Generalzolldirektion, Hans Josef Haas, mit dem Geschäftsführer des Bundesverbands Paket und Expresslogistik e.V., Marten Bosselmann, sowie weiteren Verbandsvertretern zu einem Gespräch am Hauptsitz der Generalzolldirektion in Bonn. In dem Logistikverband sind die führenden Anbieter für Kurier-, Express- und Paketdienste organisiert.

Auf der Agenda des Gesprächs standen neben einem ersten Kennenlernen die Umsetzung des seit 1. Mai 2016 geltenden Unionszollkodex und die damit einhergehenden Neuregelungen für die Branche. Haas und die Verbandsvertreter tauschten sich in diesem Zusammenhang über eine enge Zusammenarbeit zwischen dem deutschem Zoll und dem Verband aus und vereinbarten gegenseitige Unterstützung hinsichtlich der Umsetzung wichtiger Regelungen im Zollbereich.

Haas äußerte sich nach dem Gespräch zufrieden und begrüßte den regen und konstruktiven Austausch mit den Verbandsvertretern: "Die Warenströme im Postverkehr nehmen durch den steigenden Versandhandel immer mehr zu und unterliegen einem stetigen Wandel. Für den Zoll ist es daher sehr wichtig, die Entwicklungen und Bedürfnisse bei seinen Partnern zu kennen, um darauf mit seinen Prozessen reagieren zu können. Dies gilt insbesondere auch im Hinblick auf die Umsetzung des neuen Unionszollkodex."

Postsendungen aus Nicht-EU-Staaten müssen grundsätzlich zollamtlich abgefertigt werden. Ob Zölle oder Steuern bezahlt werden müssen und wie zu verfahren ist, hängt von der Art und dem Wert der Ware ab. Warensendungen mit einem Gesamtwert von nicht mehr als 22 Euro können ohne die Erhebung von Einfuhrabgaben eingeführt werden. Bei einem Wert zwischen 22 Euro und 150 Euro sind die Sendungen zwar zollfrei, die Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent beziehungsweise 7 Prozent wird aber fällig. Ab einem Wert von 150 Euro kann, abhängig von der Ware, Zoll hinzukommen. Für Geschenksendungen an Privatpersonen gelten unter bestimmten Umständen andere Wertgrenzen.

Der UZK soll den internationalen Warenverkehr schneller, sicherer und transparenter machen und Vorteile für Bürger, Wirtschaft und Staat bringen. Die Zollabfertigung wurde deshalb harmonisiert und vereinfacht, der elektronische Datenaustausch ausgebaut, Verfahrenserleichterungen für besonders vertrauenswürdige Wirtschaftsbeteiligte geschaffen und die Möglichkeiten der Risikoanalyse verbessert. Die Schaffung effizienter elektronischer Zollsysteme in allen Mitgliedstaaten soll gewährleisten, dass die Zollvorschriften EU-weit einheitlich angewendet und umgesetzt werden.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de