DeutschEnglischFranzösisch
Jahr
Suchen: TARIC oder Warenbeschreibung

Gemeinsam üben für den Ernstfall

2016-12-09 18:58:32

Das Zollfahndungsamt Essen und die Feuerwehr Moers trainieren gemeinsam für den Ernstfall: Kooperation zur Gefahrenabwehr - "Train as you fight".

So oder so ähnlich könnte das Motto der Spezialeinheit des Zollfahndungsamts Essen und der Rettungskräfte der Feuerwehr Moers heißen. Bereits zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit trainierten insbesondere die Rettungskräfte gemeinsam den Rettungseinsatz in einer laufenden Gefahrenlage unter unerwartetem Schusswaffengebrauch.

Die Feuerwehr bestätigt, dass sie in der jüngeren Vergangenheit immer häufiger zu Situationen gerufen wurde, die für die Rettungsbeamten gefährlich waren. In zwei Fällen weiß der Einsatzleiter davon zu berichten, dass Verletzte sogar noch im Besitz von Schusswaffen gewesen seien und diese während der Versorgung gezogen hätten.

Der verletzte Beamte liegt blutend in der vermeintlichen Schusslinie. Was ist zu tun? Zwei Zollfahnder, als Ersthelfer und Rettungssanitäter geschult, bergen den Verletzten aus der gefährlichen Situation. Die übrigen Kollegen sichern die Situation. Der alarmierte Rettungswagen und der Notarzt nähern sich mit Sirene und Blaulicht dem Einsatzort. Nun ist die exakte Kommunikation zwischen Zoll- und Rettungskräften gefragt. Wohin können die Rettungskräfte gelotst werden, ohne sich in Gefahr zu begeben, aber trotzdem schnellstmöglich den oder die Verletzten zu versorgen? Die Einsatzleiter von Zoll und Feuerwehr haben alle Hände voll zu tun. Auch der angeforderte Rettungshubschrauber nähert sich. Der Pilot muss gebrieft werden, um zu entscheiden, ob und wo er landen kann, ebenfalls ohne sich oder andere zu gefährden.

Kurz darauf können die Rettungskräfte an die Arbeit. Sie eilen aus den Fahrzeugen zum erstversorgten Verletzten und arbeiten dann in einer bewundernswerten Ruhe und Routine ihre Handgriffe ab. Fachmännisch nehmen die Rettungssanitäter aus Moers gemeinsam mit den Ersthelfern der Zollfahndung den Verletzten, der bereits in einer Wärmedecke eingehüllt in einer provisorischen Tragevorrichtung liegt, auf und befördern ihn auf die rollbare Trage in den Rettungswagen. Weitere Versorgung im vollausgestatteten Krankentransporter. Auch der Rückweg zum Krankenhaus aus der Gefahrensituation will wohl bedacht sein. Weit genug abseits der Gefahrenlage entfernt sich der Rettungswagen aus der Schusslinie. Zur Unterstützung könnten sich jetzt möglicherweise noch Kräfte der lokalen Polizei nähern. Auch hier müsste Koordination hergestellt werden.

« Vorige | Nächste »
Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de