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Weihnachtsgeschenke aus dem Ausland

2016-12-08 16:47:58

Weihnachtszeit, Zeit der Geschenke. Wer günstige Schnäppchen sucht, hat heutzutage auch die Bestellung in Onlineshops im Hinterkopf. Der Zoll rät hier zur Vorsicht. Nicht jedes Angebot bleibt für die Käufer günstig, wenn der Onlinehändler seine Waren aus dem Nicht-EU-Ausland versendet.

Neben den meist noch im Angebot ausgewiesenen Versandkosten, können möglicherweise auch Zoll, Einfuhrumsatzsteuer oder Verbrauchsteuern anfallen. Die Höhe des Zollsatzes ist abhängig von der Art und Beschaffenheit der eingeführten Geschenke. Mehrwert- und Einfuhrumsatzsteuer entsprechen sich in der Höhe des Steuersatzes bei 7 beziehungsweise 19 Prozent auf den Warenwert. Verbrauchsteuern werden auf die sogenannten hochsteuerbaren Waren erhoben. Darunter fallen alkoholische Getränke, Tabakwaren und auch Kaffee.

Im Grundsatz gilt: Jede Ware aus einem Nicht-EU-Ausland, unabhängig vom Transportweg, muss zollrechtlich abgefertigt werden. Ob und in welche Höhe der Zoll Einfuhrabgaben erhebt, können Onlinekäufer anhand der folgenden Richtwerte im Vorfeld einschätzen:

Für die Sendung greift keine Freigrenze. Der warenabhängige Zoll und die Einfuhrumsatzsteuer werden erhoben.

Die vorgenannten Wertgrenzen beziehen sich nicht auf die Erhebung von Verbrauchsteuren. Unabhängig vom Warenwert der Sendung werden die Abgaben für hochsteuerbare Waren wie Tabak, Alkohol und Kaffee erhoben.

Trotz Brief- und Postgeheimnis darf der Zoll eine Sendung öffnen lassen und prüfen. Dabei geht es den Abfertigungsbeamten nicht nur um steuerrechtliche Aspekte. Der Zoll überwacht im Postverkehr auch die Einhaltung von Verboten und Beschränkungen.

Als zusätzliche Informationsquelle hat der Zoll die Smartphone-App "Zoll und Post" veröffentlicht. Sie gibt dem Nutzer Auskunft über gesetzliche Bestimmungen, berechnet mit dem integrierten Abgabenrechner die voraussichtlichen Einfuhrabgaben und warnt vor Produkten, die gefährlich oder verboten sind.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de