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Groß angelegte Durchsuchungsaktion im Baugewerbe

2016-12-07 09:56:03

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück durchsuchten vom 14. bis 16. November 2016 rund 30 Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls 17 Privatwohnungen und Geschäftsräume in Osnabrück, Ostwestfalen und im Münsterland. Der Schwerpunkt der Aktion war in Osnabrück.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit Osnabrück stehen die Beschuldigten im Verdacht, Aufträge in der Bauwirtschaft mit Arbeitnehmern ausgeführt zu haben, ohne dass diese Tätigkeiten in vollem Umfang den Sozialversicherungsträgern angezeigt wurde. Die vorläufigen Berechnungen ergeben einen Schaden in Millionenhöhe.

"Die mutmaßlichen Täter gingen besonders konspirativ vor. Durch Verlegung von Firmensitzen, schwer durchdringbaren Komplexen von Scheinfirmen und dem Einsatz von Strohmännern als Geschäftsführer erschwerten sie uns die Ermittlungen und die Aufdeckung der Taten", sagte Christian Heyer, Pressesprecher des Hauptzollamts Osnabrück.

Während der Durchsuchungen wurden vermögensabschöpfende Maßnahmen durchgeführt. Zeitgleich wurden drei dingliche Arreste des Amtsgerichts Osnabrück in das private Vermögen der Beschuldigten beziehungsweise ins Vermögen der von ihnen geführten GmbH vollstreckt. Der dingliche Arrest stellt einen vollstreckbaren Titel im Strafrecht dar, der den Zugriff auf illegal und unter Umständen auf legal erlangtes Vermögen ermöglicht. Der Täter soll bei Straftaten gegen das Vermögen Dritter - wie bei Schwarzarbeit - um die Früchte seiner Arbeit gebracht werden.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de