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40 Kilogramm unversteuerter Wasserpfeifentabak im Koffer

2016-12-02 10:55:31

Am 13. November 2016 stellten Zollbeamte des Hauptzollamts Frankfurt am Main 40 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak aus den Vereinigten Arabischen Emiraten im Reiseverkehr sicher.

Bei der Kontrolle der Reisenden befragten sie auch einen 23-jährigen Mann französischer Staatsangehörigkeit im grünen Ausgang für anmeldefreie Waren nach dem Inhalt seines Koffers und dem Grund seiner Reise. In dem roten Koffer befanden sich 40 Beutel mit jeweils einem Kilogramm Tabak der Marke "AL Fakher". Der Reisende gab an, den Tabak am Flughafen in Dubai gekauft zu haben. Eine Rechnung oder einen Versteuerungsnachweis konnte er jedoch nicht vorweisen.

Gegen den mutmaßlichen Schmuggler wurde ein Strafverfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung eingeleitet und der Tabak sichergestellt. Der verhinderte Steuerschaden beträgt in diesem Fall 1.862 Euro. "Ob wegen der großen Menge ein gewerblicher Hintergrund besteht, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen", so Christine Straß, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Frankfurt am Main.

Unversteuerter Tabak unterscheidet sich nicht von anderen Schmuggelgütern. Auch Wasserpfeifentabak unterliegt in Deutschland der Tabaksteuer. Der Mindeststeuersatz beträgt 22 Euro pro Kilogramm, je nach Sorte und Kleinverkaufspreis. Als Nachweis der Versteuerung müssen auf den Tabakwaren deutsche Steuerzeichen angebracht sein. Ansonsten ist die Einfuhr illegal.

Laut Bundesamt für Risikoforschung birgt das Rauchen von Wasserpfeifentabak zudem hohe gesundheitliche Risiken. Der oft hohe Glyceringehalt, gerade bei den aromatisierten Sorten, gilt als gesundheitsschädlich. Hohe Konzentrationen können zu Reizungen des Kehlkopfes oder der Nasenschleimhäute führen. Bedenklich sind außerdem zum Beispiel die enthaltenen Konservierungsstoffe oder Aromen. Das chemische Verhalten dieser Stoffe bei Verbrennung ist unbekannt.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de