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43,7 Millionen Erwerbstätige im Oktober 2016

2016-11-30 13:17:07

WIESBADEN - Im Oktober 2016 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 43,7 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Gegenüber Oktober 2015 nahm die Zahl der Erwerbstätigen um 359 000 Personen oder 0,8 % zu. Die Erwerbstätigkeit steigt zwar weiterhin, nicht aber in dem Tempo der Monate des ersten Halbjahres, in denen noch Zuwachsraten zum Vorjahr zwischen 1,1 % und 1,3 % erzielt wurden. Erwerbslos waren im Oktober 2016 rund 1,7 Millionen Personen, 118 000 weniger als ein Jahr zuvor. 

Im Vormonatsvergleich erhöhte sich nach vorläufigen Ergebnissen der Erwerbstätigenrechnung die Zahl der Erwerbstätigen im Oktober 2016 im Zuge der Herbstbelebung um 87 000 Personen oder 0,2 %. Der Anstieg gegenüber September war jedoch geringer als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre (  111 000 Personen). Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, nahm die Erwerbstätigenzahl im Oktober 2016 gegenüber dem Vormonat geringfügig um 13 000 Personen zu. 

Nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung lag die Zahl der Erwerbslosen im Oktober 2016 bei 1,73 Millionen Personen. Im Vergleich zum Vormonat nahm sie um 4,8 % oder 83 000 Personen zu. Bereinigt um saisonale und irreguläre Einflüsse, betrug die Zahl der Erwerbslosen 1,78 Millionen Personen und lag damit um rund 14 000 Personen unter dem Ergebnis des Vormonats. Die bereinigte Erwerbslosenquote lag im Oktober 2016 bei 4,1 % und damit 0,1 Prozentpunkte niedriger als einen Monat zuvor.

Tief gegliederte Daten und lange Zeitreihen können in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden: Die Daten zu Erwerbstätigen aus der Erwerbstätigenrechnung sind unter den Tabellennummern 13321-0001 (Monate), 13321-0002 (Quartale) beziehungsweise 81000-0011 (Jahre) verfügbar. Die Daten zu Erwerbstätigen und Erwerbslosen aus der Arbeitskräfteerhebung können unter der Tabellennummer 13231-0001 (Monate) abgerufen werden.

1 Ergebnisse der Erwerbstätigenrechnung im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen: Erwerbstätige mit Wohnort in Deutschland (Inländerkonzept). Die entsprechenden Zeitreihen für die Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland (Inlandskonzept) können auf den Fachbereichsseiten abgerufen werden. 2 Saisonbereinigung nach Census X-12-Arima-Verfahren.

1 Personen in Privathaushalten im Alter von 15 bis 74 Jahren. 2 Anteil der Erwerbslosen an den Erwerbspersonen (Erwerbstätige und Erwerbslose) im Alter von 15 bis 74 Jahren. 3 Anteil der Erwerbstätigen an allen Personen im Alter von 15 bis 74 Jahren. 4 Trend-Konjunktur-Komponente (Verfahren X-12-ARIMA unter JDemetra ; Berechnung: Eurostat).

Die Stichprobe des Mikrozensus und der darin integrierten Arbeitskräfteerhebung wurde zum Berichtsmonat Januar 2016 auf eine neue Auswahlgrundlage umgestellt, die jetzt auf den Ergebnissen des Zensus 2011 basiert. Durch den Umstieg kann die zeitliche Vergleichbarkeit mit Ergebnissen des Mikrozensus aus früheren Jahren eingeschränkt sein. Nähere Untersuchungen zu möglichen Effekten des Wechsels auf die neue Auswahlgrundlage sind erst nach dem Vorliegen weiterer Ergebnisse möglich.

Die Erwerbstätigenzahlen aus der Erwerbstätigenrechnung und aus der Arbeitskräfteerhebung unterscheiden sich. Die Abweichungen sind auf die unterschiedlichen eingesetzten Konzepte der beiden Statistiken zurückzuführen. Nähere Hinweise zu den Hintergründen der Ergebnisunterschiede zwischen Arbeitskräfteerhebung und Erwerbstätigenrechnung finden Sie in den Erläuterungen zur Statistik. 

Erwerbstätige und Erwerbslose werden nach dem Erwerbstatuskonzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gezählt. Die ausgewiesene Erwerbslosigkeit darf deswegen nicht mit der registrierten Arbeitslosigkeit verwechselt werden, die von der Bundesagentur für Arbeit entsprechend dem Sozialgesetzbuch veröffentlicht wird. Für die Berechnung der Erwerbslosenquoten werden im Europäischen Statistischen System einheitlich die Ergebnisse der Arbeitskräfteerhebung zugrunde gelegt.

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Kategorie: Statistisches Bundesamt Aktuell
Quelle: www.destatis.de