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Granate im Postpaket

2016-11-29 12:56:24

Letzte Woche kam beim Öffnen eines Postpakets am Zollamt Hallbergmoos ein nicht alltäglicher Inhalt zum Vorschein. Im Beisein des deutschen Empfängers, ein privater Sammler historischer Gegenstände, stellten die Zollbeamten in dem aus Norwegen verschickten Paket eine Granate fest.

Die aus dem Jahr 1917 stammende Granate wurde von Beamten der technischen Sondergruppe des Landeskriminalamts München näher untersucht. Auf den ersten Blick konnte die Unbrauchbarkeit der Waffe nicht festgestellt werden. Erst nach eingehender Prüfung mit einem Röntgengerät konnte die Granate als unbrauchbar gemachte Kriegswaffe eingestuft werden.

Für die reibungslose Abwicklung einer Internetbestellung oder einer Postsendung aus einem Nicht-EU-Staat ist es wichtig, dass der Sendung eine korrekt ausgefüllte Zollinhaltserklärung beiliegt, bei kommerzieller Sendung zudem eine korrekte Handelsrechnung, die möglichst an der Außenseite des Pakets angebracht ist.

Bei einer geplanten Bestellung von Waren, die Verboten und Beschränkungen unterliegen, wie zum Beispiel Waffen und Munition, Feuerwerkskörper, Arzneimittel oder Kulturgüter, werden die Pakete nicht direkt durch die Deutsche Post AG ausgeliefert. Sie leitet die Bestellung an das für den Empfänger örtlich zuständige Zollamt weiter und informiert den Empfänger, wo die Sendung hinterlegt ist. Der Empfänger kann die Sendung unter Vorlage des Benachrichtigungsschreibens und der gegebenenfalls noch fehlenden Unterlagen abholen.

"Verbote und Beschränkungen gelten auch bei Einfuhren von Waren aus einem anderen EU-Land. Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall vor einer Bestellung über Verbote und Beschränkungen auf www.zoll.de oder bei der zentralen Auskunftsstelle des Zolls (Telefon: 0351 44834-510). Es kann sonst sein, dass Sie auch bereits bezahlte Waren nicht ausgehändigt bekommen. In bestimmten Fällen ist mit Bußgeld oder sogar mit strafrechtlicher Verfolgung zu rechnen", so Elvira Enders-Beetschen, Pressesprecherin des Hauptzollamts Landshut.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de