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Mal wieder die Mulde des Reserverads

2016-11-29 09:40:03

Bereits am 8. November 2016 kontrollierten Beamte der Kontrolleinheiten Verkehrswege des Hauptzollamts Dortmund einen Pkw mit niederländischem Kennzeichen auf der Autobahn 2 in Fahrtrichtung Hannover. Im Stauraum für das Reserverad entdeckten sie drei große Plastiktüten und in diesen verpackt einzelne, durchsichtige "Gefrierbeutel", die eine dunkelbraune feste Masse beinhalteten. Ein erster Drogenschnelltest der insgesamt aufgefundenen 21 Kilogramm reagierte positiv auf Opiate. Das Schlussgutachten des zolleigenen Labors, ob und in welcher Reinheit es sich um Opium handelt, steht noch aus.

Gegen den Fahrer des Pkws, ein im Iran geborener 55-jähriger niederländischer Staatsangehöriger, wurde ein Strafverfahren wegen Verdachts der Einfuhr und des Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge eingeleitet. Die ermittelnden Beamten des Zollfahndungsamts Essen führten den Beschuldigten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Essen dem Haftrichter vor. Der Niederländer wurde in Untersuchungshaft genommen.

Die Vernehmungen des vermeintlichen Drogenkuriers sowie die Auswertung der vorwiegend elektronischen Beweismittel durch die Zollfahnder in Essen dauern an, um auch die Drahtzieher des Drogenhandels ausfindig zu machen. Die Zollfahndung als "Kripo des Zolls" ist immer dann zuständig, wenn es sich um ein grenzüberschreitendes Delikt, wie auch Drogenschmuggel, handelt, und ein Fall von mittlerer, schwerer oder organisierter Kriminalität angenommen wird.

Der Straßenverkaufswert für 21 Kilogramm Opium beläuft sich auf über 250.000 Euro. Opium, das aus dem getrockneten Pflanzensaft der Samenkapsel des Schlafmohns gewonnen wird, wird vorwiegend geraucht oder als Rohstoff zur Heroinherstellung verwendet.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de