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Empfindlicher Schlag gegen internationale Opiumbande

2016-11-28 14:48:58

Bereits am 21. und 23. November 2016 gelang der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift Münster, bestehend aus Ermittlerinnen und Ermittlern des Zollfahndungsamts Essen und des Polizeipräsidiums Münster, ein empfindlicher Schlag gegen eine nach bisherigen Erkenntnissen international operierende Opiumbande.

Nach mehrmonatigen grenzüberschreitenden Ermittlungen konnten fünf vermutlich maßgeblich Beschuldigte festgenommen, mehr als vier Kilogramm reinstes Opium im Straßenverkaufswert von rund 60.000 Euro, umfangreiches Beweismaterial sowie 20.000 Euro Bargeld sichergestellt werden. Drei Tatverdächtige wurden bei der Übergabe der Drogen in Essen festgenommen. Es folgten die Durchsuchungen der Wohnungen. Dort wurde weiteres Opium sichergestellt. Die beiden folgenden Verhaftungen erfolgten in den Privaträumen.

Den fünf Beschuldigten, ein 42-jähriger Deutscher und ein 45-jähriger Iraner aus Dortmund, ein 57-jähriger Iraner aus Essen, ein 56-jähriger Deutscher aus Münster sowie ein 44-jähriger Iraner aus Stuttgart, wird die unerlaubte Einfuhr und das unerlaubte Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen vorgeworfen. Die Beschuldigten sollen zahlreiche Einfuhren von Opium im mehrstelligen Kilogrammbereich aus den Niederlanden begangen haben.

Das Opium, das aus dem getrockneten Pflanzensaft der Samenkapsel des Schlafmohns gewonnen wird, wurde nach ersten Erkenntnissen aus dem Iran und Afghanistan über die Niederlande nach Deutschland eingeschmuggelt. Opium wird entweder geraucht oder als Rohstoff zur Heroinherstellung verwendet.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster hatte das Amtsgericht Münster bereits im Vorfeld Haftbefehle gegen die Beschuldigten erlassen. Nach der Festnahme der Beschuldigten ordnete das Amtsgericht die Untersuchungshaft an.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war eine Sicherstellung von vier Kilogramm Opium im April 2016 in Göteborg. Bestimmt war das von Deutschland nach Schweden transportierte Opium für den skandinavischen Drogenmarkt. Durch die reibungslose Zusammenarbeit der internationalen Verfolgungsbehörden konnte im April nicht nur der Kurier in Schweden festgenommen, sondern auch umfangreiche Strukturermittlungen gegen die Hintermänner in Deutschland eingeleitet werden.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de