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Hamburger Zollforum 2016

2016-11-28 15:30:45

"Die ersten sechs Monate nach Inkrafttreten des Unionszollkodex (UZK) sowie der zugehörigen Durchführungsvorschriften sind vorbei", erläutert Dr. Jan Thaler, stellvertretender Leiter des Hauptzollamts Hamburg-Stadt. "Deshalb haben wir in einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Handelskammer Hamburg und der Generalzolldirektion - Standort Hamburg - Hamburger Unternehmen über die mit Beginn des Jahres 2017 anstehende Neubewertung zollrechtlicher Bewilligungen (zum Beispiel Bewilligung des Zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten und des Zahlungsaufschubs) informiert", führt er weiter aus. "Das Hauptzollamt Hamburg-Hafen berichtete außerdem aus Sicht der Abfertigungspraxis über den UZK."

"Aus Sicht der Wirtschaft muss die Neubewertung von Bewilligungen zeitlich und bundesweit einheitlich erfolgen, damit es keine Wettbewerbsverzerrungen gibt. Bestandsbewilligungen müssen so weit wie möglich erhalten werden. Insbesondere, wenn das neue Zollrecht mit Nachteilen für die Unternehmen verbunden ist", erklärt Arne Olbrisch, Leiter der Abteilung Außenwirtschaftspolitik und -recht der Handelskammer Hamburg, bei der Eröffnung des Zollforums. "Ich wünsche mir, dass die Zollverwaltung diesbezüglich ihren Gestaltungsspielraum so wirtschaftsfreundlich wie möglich nutzt. Dies gilt insbesondere für die gerade in Hamburg so wichtige vorübergehende Verwahrung sowie die Leistung von Sicherheiten", führt er weiter aus.

Maren Hageroth von der Generalzolldirektion skizzierte die Planungen für die bundesweit einheitliche Umsetzung der Neubewertung. Ein besonderes zusätzliches Augenmerk legte sie auf Informationen zur Bewilligung einer Gesamtsicherheit, die nach den neuen Regelungen für nahezu alle zollrechtlichen Vereinfachungen notwendig ist.

Dr. Thaler griff dies auf und stellte dar, welche inhaltlichen und organisatorischen Herausforderungen die Neubewertung für die Hamburger Unternehmen und das Hauptzollamt Hamburg-Stadt darstellt. "Ein reibungsloser Ablauf der Neubewertung hat oberste Priorität für die Zollverwaltung. Sie ist jedoch zwingend erforderlich, da der UZK andere Anforderungen an die Bewilligung zollrechtlicher Vereinfachungen stellt, als dies nach dem alten Recht der Fall war."

Das Hauptzollamt Hamburg-Hafen informierte über die ersten praktischen Erfahrungen mit der Umsetzung des UZK aus Sicht der Abfertigung. Leiter Michael Schrader stellte fest, dass die Einführung des UZK bisher nicht zu größeren Problemen geführt habe.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de