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Groß angelegte Durchsuchungsmaßnahme

2016-11-22 14:07:02

Die Ermittler der Kasseler Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Gießen haben heute unter der Führung der Staatsanwaltschaft Kassel umfangreiche Ermittlungsmaßnahmen in einem Verfahren Schwarzarbeit im Sicherheitsgewerbe durchgeführt.

Die Ermittlungsgruppe "TITAN" des Zolls und die Staatsanwaltschaft Kassel haben heute in einer groß angelegten Durchsuchungsaktion mit mehr als 350 Beamten von Zoll, Polizei und Steuerfahndung zeitgleich 42 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt und dabei in mehreren Bundesländern Wohnungen, Geschäftsräume und Fahrzeuge durchsucht. Die Maßnahmen richteten sich gegen fünf Personen, die als Geschäftsführer, Gesellschafter und Arbeitnehmer mit Leitungsfunktion eines bundesweit agierenden Sicherheitsdienstleistungsunternehmens mit Sitz im Landkreis Kassel tätig sind oder waren.

Darüber hinaus durchsuchten Zöllner auch Geschäftsräume von Subunternehmern, die für das Unternehmen Aufträge ausgeführt haben sollen, sowie die Wohnungen zahlreicher Beschäftigter, die bei den Maßnahmen als Zeugen vernommen wurden.

Der Schwerpunkt der Maßnahmen war im Raum Kassel. Aber auch in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg gab es Durchsuchungen.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit Kassel stehen die Beschuldigten im Verdacht, Aufträge für Sicherheitsdienstleitungen mit Arbeitnehmern ausgeführt zu haben, ohne diese ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet zu haben.

Des Weiteren besteht der Verdacht, dass seitens der Beschuldigten den Behörden gefälschte Dokumente, wie zum Beispiel die nach der Gewerbeordnung erforderliche Unterrichtung über Rechtsvorschriften und eine Sachkundeprüfung, vorgelegt wurden, um an Aufträge zu kommen und die erforderlichen Erlaubnisse zur Ausübung einer Bewachungstätigkeit für das rekrutierte Personal zu erhalten.

Die Ermittlungen kamen ins Rollen, nachdem bei Schwarzarbeitskontrollen des Zolls bei mehreren Veranstaltungen im Bundesgebiet Unregelmäßigkeiten bei der Anmeldung des Sicherheitspersonals auffielen und die Kasseler Zöllner bei einer Geschäftsunterlagenprüfung den Verdacht auf Schwarzarbeit im größeren Umfang erlangt hatten.

Bei den heutigen Durchsuchungen stellten die Beamten umfangreiches Beweismaterial sicher, darunter auch Computer und Mobiltelefone, die durch Spezialkräfte des Zolls für IT-Forensik ausgewertet werden.

Bei den Durchsuchungen fanden die Zöllner in mehreren Wohnungen auch verbotene Gegenstände wie Schlagstöcke, einen Schlagring und ein Faustmesser sowie Messer, Macheten, einen Elektroteaser, ein Reizstoffsprühgerät, einen Nunchako (Würgeholz) sowie zwei Gaspistolen, eine kleine Menge Drogen und etliche Ampullen Anabolika.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de